Hier stehen Merseburgs Altkleidercontainer – die 13 Standorte im Überblick

Foto: Bild von © Andreas Lischka/Pixabay


Zwei Drittel der Altkleidercontainer in Merseburg sind im vergangenen Jahr verschwunden. 13 Standorte gibt es noch – wo sie stehen und welche Alternativen es gibt.


Merseburg, 20.04.2026 – Der Kleiderschrank platzt, die Kindersachen passen nicht mehr, die alten Winterjacken hängen seit Jahren ungetragen am Bügel – wohin damit? In Merseburg ist die Antwort nicht mehr ganz so einfach wie früher. Im vergangenen Jahr wurden rund zwei Drittel der Altkleidercontainer im Stadtgebiet von privaten Sammlerfirmen abgezogen. Der Grund: Das Geschäft lohnt sich für viele Anbieter nicht mehr. Zudem waren in vielen Containern einfach nur noch Müll abgeladen wurden.

Die Stadt hat auf das Problem der immer weniger werdenden Altkleidercontainer reagiert. Mit reduzierten Standortgebühren und Unterstützung bei der Entsorgung von Fremdmüll konnte eine Grundversorgung bisher gehalten werden. Verträge bestehen aktuell mit den Sammlern Contec und Profittex. Ob weitere Anbieter hinzukommen, ist offen – eine Erholung des Marktes sei derzeit nicht absehbar, teilte die Stadtverwaltung auf Merseblatt-Anfrage mit.

Die 13 Standorte der Altkleidercontainer in Merseburg

Aktuell stehen in Merseburg und den Ortsteilen Altkleidercontainer an folgenden Stellen:

  • Jagdrain
  • Am Stadtpark
  • Hallesche Straße
  • Goethestraße
  • August-Bebel-Straße
  • Brotuffstraße
  • Neumarktkirche
  • Bürgergarten
  • Nulandtstraße
  • Naumburger Straße
  • Geiseltalstraße
  • Atzendorf – Am Teich
  • Blösien – Schulstraße

Was darf rein – und was nicht?

In die Container gehören in der Regel tragbare Kleidung, Schuhe (paarweise zusammengebunden), Handtaschen, Gürtel, Bettwäsche, Handtücher und Stofftiere. Wichtig: Nicht jeder Anbieter akzeptiert dasselbe. Was genau eingeworfen werden darf, steht auf der Beschriftung am jeweiligen Container – ein Blick darauf lohnt sich vor dem Einwurf. Manche Sammler nehmen auch nicht mehr tragbare Textilien an, die dann als Rohstoff weiterverarbeitet werden, etwa zu Malervlies oder Dämmmaterial. Andere und das ist in den allermeisten Fällen so, beschränken sich auf gut erhaltene Kleidung.

Nicht hinein gehören nasse oder stark verschmutzte Kleidung, Matratzen, Teppiche, Restmüll oder Sperrmüll. Gerade Fremdmüll ist ein zunehmendes Problem an den Standorten – und einer der Gründe, warum sich die Sammlerfirmen aus Merseburg zurückgezogen haben.

So verpackt man Altkleider richtig

Am besten die Sachen in einen Plastiksack geben und diesen zuknoten. So bleiben die Textilien trocken und sauber, bis der Container geleert wird. Schuhe am besten einzeln in Tüten verpacken, damit sie die restliche Kleidung nicht verschmutzen. Wichtig: Wenn ein Container voll ist, die Tüten nicht daneben abstellen. Wind und Regen machen die Kleidung unbrauchbar, und die Sammlerfirmen sind nicht verpflichtet, Säcke neben dem Container mitzunehmen.

Alternative: der Wertstoffhof

Wer keinen Container in der Nähe hat oder größere Mengen loswerden möchte, kann Altkleider auch auf den Wertstoffhöfen des Landkreises Saalekreis abgeben. Die nächste Annahmestelle befindet sich bei der Entsorgungsgesellschaft Saalekreis (EGS) in der Großkaynaer Straße 1 in Merseburg. Die Abgabe dort ist kostenlos.

Öffnungszeiten/Sprechzeiten

Montag bis Freitag: 7:30-18:00 Uhr

Samstag: 9:00-12:00 Uhr

https://www.egsaalekreis.de


Altkleider sind kein Müll

Was viele nicht wissen: Altkleider gehören nicht in den Restmüll. Die EU-Abfallrahmenrichtlinie schreibt vor, Textilien getrennt vom Restmüll zu sammeln. Rund 90 Prozent der eingesammelten Textilien können laut Branchenangaben wiederverwendet oder verwertet werden. Gut erhaltene Stücke werden als Secondhand-Kleidung weiterverkauft. Was nicht mehr tragbar ist, wird industriell aufbereitet – zum Beispiel zu Putzlappen, Dämmstoffen oder Malervlies. Nur ein kleiner Anteil landet tatsächlich in der Verbrennung.

Wer Kleidung in gutem Zustand hat und gezielt spenden möchte, kann sich auch an karitative Einrichtungen in der Region wenden – etwa an das Deutsche Rote Kreuz oder die Diakonie. Dort kommen die Sachen direkt bei Menschen an, die sie brauchen.

Enrico Sempert

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