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AfD und BSW bringen Landtag hinter Forderung nach Friedensinitiative für die Ukraine

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Ulrich Siegmund vor Sven Schulze am 14.10.2026
Ulrich Siegmund vor Sven Schulze am 14.10.2026 / Bild: via dts Nachrichtenagentur

Mit ihrer gemeinsamen Mehrheit haben AfD und BSW den Landtag dazu gebracht, von der Landesregierung eine Friedensinitiative für die Ukraine einzufordern. In der Debatte lieferten sich AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund und Ministerpräsident Sven Schulze einen scharfen Schlagabtausch.


Mit den Stimmen von AfD und BSW hat der Landtag von Sachsen-Anhalt einen Antrag beschlossen, der die geschäftsführende Landesregierung auffordert, sich für ein Ende der weiteren Eskalation in der Ukraine und für eine friedensschaffende Politik einzusetzen. Dafür solle sie alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, insbesondere eine entsprechende Initiative im Bundesrat. Langfristig solle eine Friedensordnung entstehen, die der Ukraine einen neutralen Status zuweise.

Der Antrag kam in einer Sondersitzung zustande, die AfD und BSW gut eine Woche nach der Konstituierung des neuen Landtags beantragt hatten. Bis die reguläre Tagesordnung überhaupt begann, verging mehr als eine Stunde. Grund war Streit um die Regularien, weshalb zunächst der Ältestenrat zusammentreten musste.

Siegmund nennt sich stolz, Schulze widerspricht

In der Debatte meldete sich AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zu Wort, der sich im Dezember zum Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt wählen lassen will. Er sei stolz darauf, dass mit diesem Antrag erstmals ein Landesparlament eine Friedensinitiative für den Krieg zwischen Russland und der Ukraine auf den Weg bringe. Die übrigen Parteien bezeichnete er als „Kriegstreiber“, die bei der Wahl im September abgewählt worden seien. Der amtierende Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) wies das zurück und betonte, ein Bundesland sei für außenpolitische Fragen nicht zuständig.

Uneinigkeit bei der Präsidiumswahl

Seit der Landtagswahl vom 6. September verfügen AfD und BSW gemeinsam über eine absolute Mehrheit im Landtag, regieren aber nicht gemeinsam. Bei der Wahl des Landtagspräsidiums unterstützte das BSW offen den AfD-Kandidaten für das Präsidentenamt, lehnte den AfD-Bewerber für den Vizeposten jedoch ab; beide Kandidaten erhielten dabei offenbar auch Stimmen aus anderen Fraktionen.

Mit Material der dts Nachrichtenagentur.

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Arbeitsagentur rechnet für Sachsen-Anhalt mit schwächerem Jahr 2027

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Schild der Agentur für Arbeit vor einem Gebäude, Symbolbild zum Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt
Foto: Die Agentur für Arbeit rechnet für Sachsen-Anhalt im kommenden Jahr mit einer schwächeren Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. (Symbolbild) © dts Nachrichtenagentur

Industrie, Bau und Zeitarbeit spüren die schwache Konjunktur weiter, in Pflege, Gesundheit und Erziehung wächst dagegen der Personalbedarf. Für 2027 rechnet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Sachsen-Anhalt mit weniger Beschäftigten und mehr Arbeitslosen.


Der Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt kommt auch 2027 nicht auf die Beine. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) rechnet für das kommende Jahr mit weniger sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Land und mit einer steigenden Zahl an Arbeitslosen, wie die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit am vergangenen Mittwoch mitteilte.

IAB-Forscher Per Kropp nennt dafür zwei Gründe, die zusammenkommen. „Die Kombination aus schwieriger Konjunktur und demografischer Entwicklung zeigt sich nun auch in sinkenden Beschäftigtenzahlen in Sachsen-Anhalt”, erklärte er. „Bemerkenswert finde ich, dass diese Entwicklung ohne Beschäftigte mit ausländischem Pass schon in den letzten Jahren eingesetzt hätte.”

Im Mittelwertszenario rechnen die Forscher mit 780.800 Beschäftigten

Konkret gehen die Forscher im mittleren der drei durchgerechneten Szenarien von rund 780.800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Jahr 2027 aus, 4.600 weniger als in diesem Jahr und ein Rückgang um 0,6 Prozent, während für den Bund und für Ostdeutschland jeweils ein Minus von 0,1 Prozent erwartet wird. Im ungünstigsten der drei Szenarien könnte die Beschäftigung in Sachsen-Anhalt um 1,7 Prozent zurückgehen, umgerechnet 13.700 Jobs, im günstigsten Fall stünde dagegen ein Plus von 0,6 Prozent und 4.600 zusätzlichen Stellen.

Bei der Arbeitslosigkeit rechnet das IAB im Mittelwertszenario mit durchschnittlich 91.000 Menschen ohne Arbeit, 1.300 mehr als im Vorjahr und ein Anstieg um 1,4 Prozent, bundesweit wird dagegen ein Plus von 0,7 Prozent erwartet, in Ostdeutschland von rund 0,6 Prozent. Im günstigen Szenario könnte die Zahl der Arbeitslosen auf 83.500 sinken, ein Minus von 6,9 Prozent, im ungünstigen auf 98.500 steigen. Nach der regionalen Prognose nimmt die Arbeitslosigkeit dabei in allen vier Agenturbezirken des Landes zu.

Behrens sieht noch keine echte Wende

„Von einer echten Trendwende auf dem Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt kann trotz leicht verbesserter Konjunkturaussichten vorerst keine Rede sein”, sagte Markus Behrens, Vorsitzender der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen. Die Nachwirkungen der langen Wirtschaftsflaute und die nachlassende internationale Wettbewerbsfähigkeit würden der Industrie, dem Baugewerbe und der Zeitarbeit nach seiner Einschätzung weiter zusetzen. Zwar würden Unternehmen wieder mehr offene Stellen melden, doch für 2027 zeichne sich eine sinkende Beschäftigung bei gleichzeitig steigender Arbeitslosigkeit ab, vor allem in der Arbeitslosenversicherung. Hinzu komme der demografische Wandel, der den Arbeitsmarkt grundlegend verändere, so Behrens weiter. In klassischen Industrie- und Bauberufen würden Stellen wegfallen, während der Personalbedarf in Pflege, Gesundheit und Erziehung unaufhaltsam wachse.

Mit Material der dts Nachrichtenagentur.

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Merseburg verschenkt Sommerblumen vor dem Winter

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Buntes Sommerblumenbeet der Stadt Merseburg mit orangefarbenen Dahlien, gelbem Sonnenhut und roten Begonien
Foto: Sommerbepflanzung in Merseburg © Stadt Merseburg

Die Stadt Merseburg gibt einen Teil ihrer Sommerbepflanzung kostenlos ab, weil die Beete auf den Winter vorbereitet werden. Am 22. Oktober können Bürgerinnen und Bürger zwischen 9.30 und 12.30 Uhr Pflanzen am Bahnhofsvorplatz und im Schlossgarten abholen.


Wer noch Platz im Garten oder auf dem Balkon hat, kann sich am kommenden Donnerstag Pflanzen mitnehmen. Die Stadt Merseburg verschenkt einen Teil ihrer Sommerbepflanzung, weil die Beete am Bahnhofsvorplatz und im Schlossgarten für die kalte Jahreszeit vorbereitet werden. Abholen kann man sich die Pflanzen am 22. Oktober zwischen 9.30 und 12.30 Uhr an beiden Stellen, kostenlos.

Ganz neu ist der Gedanke nicht. Schon Ende Mai hatte die Stadt ihre Stiefmütterchen und Tulpen aus dem Schlossgarten und vom Bahnhofsvorplatz auf diese Weise abgegeben, wie ich damals berichtete – für Merseburg war das der erste Durchgang dieser Art. Die Resonanz fiel damals sehr positiv aus, sodass die Stadt das Prinzip nun auch bei der Sommerbepflanzung wiederholt.

Statt die Blumen zu entsorgen, gibt sie sie an Interessierte weiter, die sich damit zu Hause im Garten oder auf dem Balkon eine Freude machen können. Mitbringen müssen Besucherinnen und Besucher dafür eigene Gefäße, um die Pflanzen transportieren zu können.

Mitarbeiter wählen die Pflanzen aus

In den Beeten stehen derzeit unter anderem Sonnenhut, Begonien, Dahlien, Wunderblumen und Strohblumen. Welche davon am Ende tatsächlich abgegeben werden, entscheiden die Mitarbeiter der Stadt vor Ort – ein Teil der Pflanzen wird nämlich für die Bepflanzung im kommenden Jahr zurückbehalten.

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Merseburger Zauberfest füllt die Innenstadt zwei Tage lang mit Magie

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Hexen auf dem Zauberfest
Hexen auf dem Zauberfest 2025 © Enrico Sempert

Am 24. und 25. Oktober verwandelt sich die Merseburger Innenstadt wieder in eine Bühne für Magier, Feuerkünstler und Tanzgruppen. Mit dabei sind unter anderem die Trommler von Aipalé, ein Chorkonzert in der Stadtkirche und am Sonntag ein verkaufsoffener Sonntag.


Am Wochenende des 24. und 25. Oktober wird die historische Innenstadt von Merseburg wieder zur Festivalmeile. Das Merseburger Zauberfest bespielt den Markt erneut mit einem Bühnenprogramm, während durch die Gassen Walkacts ziehen und sich die Händlermeile herausputzt. Organisiert wird das Fest vom Kulturamt der Stadt Merseburg.

Zauberdirektor und Aipalé ziehen zwei Tage durch die Gassen

An beiden Festtagen sind in der Innenstadt mehrere Walkacts unterwegs. Dazu zählen Zauberdirektor Prof. Dr. Topolominus, Fantasiewesen auf Stelzen und der beliebte Drehorgelspieler Drehorgelmucki. Auch der Kaosclown mit seiner Nummer „Kaos in Orange” mischt sich unters Publikum. Mit dabei sind außerdem die mega Trommler von Aipalé, die schon aus früheren Jahren in Merseburg bekannt sind. Das Kulturamt rechnet auch diesmal mit viel Zuspruch, quer durch die Altersgruppen.

Der Samstag startet mit Jazz und einer Tanzparty

Auf der Bühne am Markt beginnt der Samstag um 11 Uhr mit der Merseburger Jazz Big Band. Bis 14 Uhr sorgen anschließend TanzArt Merseburg e.V. und Tanzzauber Merseburg e.V. gemeinsam für eine große Tanzparty.

Am Nachmittag wird der neue Zauberschüler-Jahrgang geprüft

Von 14 bis 19 Uhr läuft das magische Kinderprogramm. Nach der Eröffnung „Willkommen kleine Fee” nimmt Zauberdirektor Prof. Dr. Topolominus die Merseburger Zauberschüler in die Prüfung und übergibt den Hauspokal. Weiter geht es mit dem Kaosclown, einer Zauberlehrstunde auf Hogwarts und dem Trommelzauber von Aipalé. Den Abschluss am frühen Abend bildet die Feuershow Entourage Flambé.

Am Abend lädt ein Chorkonzert in die Stadtkirche

Um 19 Uhr öffnet die Stadtkirche für ein Chorkonzert unter dem Titel „Magische Melodien aus aller Welt”. Laut Kulturamt soll der Kirchenraum dem Konzert einen besonders eindrucksvollen Rahmen geben.

Der Sonntag beginnt mit Musikverein und zwei Tanzgruppen

Am Sonntag übernimmt von 11 bis 14 Uhr der Städtische Musikverein JBO Merseburg e.V. die Bühne am Markt. Danach laden die Tanzgruppe Merseburg-Meuschau e.V. und das Tanzstudio Merseburg-Leuna e.V. gemeinsam zur großen Tanzparty.

Nachmittags erzählt das Programm vom Raben des Wodan

Das magische Kinderprogramm am Sonntag läuft von 14 bis 17 Uhr. Der Zauberdirektor verrät darin Zaubersprüche aus aller Welt, bevor der Kaosclown erneut auftritt. Unter dem Titel „Der Zauber von Merseburg und der Rabe des Wodan” treten außerdem Leichtfuß und Liederlisel auf, ehe die Trommler von Aipalé und ein Überraschungsprogramm den zweiten Festtag beschließen.

Ein verkaufsoffener Sonntag lädt zum Bummel ein

Zusätzlich zum Bühnenprogramm öffnen am Sonntag von 12 bis 17 Uhr die Geschäfte der Innenstadt für einen verkaufsoffenen Sonntag. Wer mag, kann das Zauberfest so mit einem Einkaufsbummel verbinden.

Die Stadtverwaltung Merseburg sieht im Merseburger Zauberfest vor allem eine Verbindung aus Gemeinschaft, Kultur und lokalem Handel. Mit dem Fest will Merseburg seinem Ruf als „zauberhafte Stadt” alle Ehre machen, heißt es von der Stadtverwaltung.

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1. November: Geführter Rundgang durch das Merseburger Schloss

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Foto: Kammerturm, © Jochen Ehmke

Am 1. November lädt das Kulturhistorische Museum Schloss Merseburg zu einer öffentlichen Führung unter dem Titel „Königspfalz – Bischofsschloss – Herzogsresidenz“ ein.

Wann: Sonntag, 1. November 2026, 14 Uhr

Wo: Kulturhistorisches Museum Schloss Merseburg, Domplatz 9, 06217 Merseburg

Dauer: ca. eine Stunde

Tickets: 8,50 Euro, ermäßigt 6,50 Euro, Servicezuschlag für Jahres- oder Freikarteninhaber 2,50 Euro

Vorverkauf: Dom- und Schloss-Information, Zugang über den Domplatz

Anmeldung: vorherige telefonische Anmeldung unter 03461 40-2000 erbeten

Kontakt: Telefon 03461 40-2000, E-Mail museum.schloss.merseburg@saalekreis.de

Weitere Informationen: www.museum-merseburg.de

Der Rundgang führt durch die Geschichte des Merseburger Schlosses. Besucher erfahren mehr über die Nutzung als bischöflicher Palast bis zum 16. Jahrhundert und als herzogliche Residenz im 17. und 18. Jahrhundert.

Zu den historischen Zeugnissen gehören die Mauern des Kernbaus aus der Mitte des 13. Jahrhunderts.

Die Eintrittskarte berechtigt am Veranstaltungstag außerdem zum Besuch des gesamten Museums von 9 bis 18 Uhr. Dazu gehört auch die Sonderausstellung „HOLZWEGE. Zukunftsfähiger Holzbau in Mitteldeutschland“.

31. Oktober: Geführter Rundgang durch das Merseburger Schloss

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Foto: Kammerturm, © Jochen Ehmke

Am Reformationstag findet im Merseburger Schloss eine öffentliche Führung unter dem Titel „Königspfalz – Bischofsschloss – Herzogsresidenz“ statt.

Wann: Samstag, 31. Oktober 2026, 14 Uhr

Wo: Kulturhistorisches Museum Schloss Merseburg, Domplatz 9, 06217 Merseburg

Dauer: ca. eine Stunde

Tickets: 8,50 Euro, ermäßigt 6,50 Euro, Servicezuschlag für Jahres- oder Freikarteninhaber 2,50 Euro

Vorverkauf: Dom- und Schloss-Information, Zugang über den Domplatz

Anmeldung: vorherige telefonische Anmeldung unter 03461 40-2000 erbeten

Kontakt: Telefon 03461 40-2000, E-Mail museum.schloss.merseburg@saalekreis.de

Weitere Informationen: www.museum-merseburg.de

Bei der Führung erhalten Besucher Einblicke in die Geschichte des Merseburger Schlosses, das bis zum 16. Jahrhundert als bischöflicher Palast und im 17. und 18. Jahrhundert als herzogliche Residenz diente.

Dabei können auch die eindrucksvollen Mauern des Kernbaus aus der Mitte des 13. Jahrhunderts bewundert werden.

Mit dem Ticket kann am Veranstaltungstag von 9 bis 18 Uhr das gesamte Museum einschließlich der Sonderausstellung „HOLZWEGE. Zukunftsfähiger Holzbau in Mitteldeutschland“ besucht werden.

Merseburg sucht wieder Vorleserinnen und Vorleser

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Eine Frau liest mehreren Kindern in einer Bibliothek aus einem Buch vor, Symbolbild zum Vorlesetag
Foto: Symbolfoto einer Vorlesung bei Kindern. © Kzenon / Depositphotos

Am 20. November ist wieder bundesweiter Vorlesetag, und Merseburg ist dabei. Die Stadt sucht Menschen, die Freude am Vorlesen haben und sie mit anderen teilen möchten, ob in der Kita, der Schule oder im Seniorenheim. Wer mitmachen will, kann sich ab sofort melden.


Der Bundesweite Vorlesetag ist in Deutschland längst eine feste Institution. Seit 2004 rufen die Stiftung Lesen, die Wochenzeitung DIE ZEIT und die Deutsche Bahn Stiftung jedes Jahr im November dazu auf, anderen vorzulesen, in diesem Jahr am 20. November und damit zum 23. Mal. Merseburg ist wieder dabei.

Die Stadt wurde in der Vergangenheit mehrfach als Vorlesestadt ausgezeichnet und knüpft mit der Teilnahme an diese Tradition an. Unter dem diesjährigen Motto „Ich lese vor – Du auch?” steht diesmal weniger das Vorlesen selbst im Mittelpunkt als die Menschen, die es tun.

Vorerfahrung ist für die Teilnahme nicht nötig

Mitmachen kann, wer gern liest und Freude daran hat, das mit anderen zu teilen. Das gilt für alle, die zum ersten Mal vorlesen, genauso wie für die, die das schon seit Jahren tun. Zwischen dem 2. und dem 30. November sind in Merseburg wieder zahlreiche Vorleseaktionen geplant, unter anderem in Kindertagesstätten, Schulen und Seniorenheimen, aber auch an weiteren Orten in der Stadt.

Interessierte können sich bereits jetzt anmelden

Wer mitlesen möchte, erreicht die Organisatoren per Mail unter vorlesetage@mer-vielfalt.de oder telefonisch unter 0174 3144479. Unterstützt werden alle Teilnehmenden von der Stadtbibliothek Merseburg, die passendes Vorlesematerial zur Verfügung stellt.

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Goldene Ehrennadel für scheidenden Landrat Hartmut Handschak

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Landrat Hartmut Handschak bei seiner Verabschiedung im cCe Kulturhaus Leuna
Foto: Götz Ulrich re., Hartmut Handschak mi., © Landkreis Saalekreis

Nach sieben Jahren als Landrat des Saalekreises hat sich Hartmut Handschak vom Amt verabschiedet, mit einer besonderen Auszeichnung des Landkreistages im Gepäck. Wie die Feierstunde im Kulturhaus cCe in Leuna ablief und wer Handschak künftig nachfolgt.


Mit der goldenen Ehrennadel des Landkreistages hat sich der kommunale Spitzenverband Sachsen-Anhalts von Hartmut Handschak verabschiedet, wie der Saalekreis mitteilt. Bei der 40. Landkreisversammlung im Kulturhaus cCe in Leuna übernahm Ministerpräsident Sven Schulze persönlich die Verabschiedung des scheidenden Landrats des Saalekreises in den Ruhestand. Das Haus versteht sich selbst als Adresse für Kultur, Kongresse und Veranstaltungen in Mitteldeutschland und bot damit den Rahmen für die Feierstunde. Handschak hatte den Landkreis zuletzt sieben Jahre lang geleitet, nachdem er zuvor als Stellvertreter des Landrats tätig gewesen war.

An der Zeremonie nahmen auch Dr. Kay Ruge, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Landkreistages, sowie Götz Ulrich teil. Ulrich amtiert als Vorsitzender des Landkreistages Sachsen-Anhalt und ist zugleich selbst Landrat des benachbarten Burgenlandkreises. Schulze bedankte sich bei Handschak für dessen langjähriges Wirken in Verwaltung und Region.

Der Landkreistag ehrt Handschaks langjähriges Engagement

Im Anschluss überreichte Ulrich dem scheidenden Landrat die goldene Ehrennadel des Landkreistages. Mit der Auszeichnung würdigt der Verband Personen, die sich über viele Jahre für die kommunale Selbstverwaltung eingesetzt haben. Zur Begründung schreibt der Landkreistag, Handschak habe sich “in den Gremien des Landkreistages Sachsen-Anhalt besonders engagiert”. Zuletzt stand er dem Fachausschuss für Wirtschaft, Umweltschutz, Verkehr und Raumplanung als Vorsitzender vor. In dieser Funktion vertrat er die Interessen der sachsen-anhaltischen Landkreise auch auf Bundesebene, im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des Deutschen Landkreistages.

Die Nachfolge ist bereits geregelt

Mit Handschaks Abschied endet eine siebenjährige Amtszeit an der Spitze des Saalekreises. Nachfolgen wird ihm ab November Sven Czekalla (CDU), der damit künftig die Geschicke des Landkreises lenkt.

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CDU Sachsen-Anhalt verlässt Plenarsaal bei AfD-Wahl von Ulrich Siegmund

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Konstituierende Sitzung des Landtags von Sachsen-Anhalt (Archiv)
Konstituierende Sitzung des Landtags von Sachsen-Anhalt (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

Nach dem Verdacht, dass CDU-Stimmen heimlich AfD-Kandidaten ins Amt verholfen haben, zieht die Fraktion in Sachsen-Anhalt Konsequenzen. Bei der Wahl des neuen Ministerpräsidenten im Dezember will sie den Plenarsaal geschlossen verlassen.


Wenn der Landtag in Magdeburg im Dezember einen neuen Ministerpräsidenten wählt, will die CDU-Fraktion den Plenarsaal verlassen. Das hat das Gremium am Dienstag nach einer gut dreistündigen Sitzung beschlossen. Betroffen ist konkret die Wahl des AfD-Politikers Ulrich Siegmund, der im Dezember zum Ministerpräsidenten gewählt werden soll.

Schulze begründet den Schritt mit dem Verdacht gegen die eigene Fraktion

Fraktionschef und noch amtierender Ministerpräsident Sven Schulze sagte nach der Sitzung, man habe sich auf dieses Vorgehen verständigt, um jeden Anschein zu vermeiden, aus den eigenen Reihen könnten Stimmen für einen AfD-Ministerpräsidenten kommen. Von den insgesamt 15 CDU-Abgeordneten sollen am Dienstag 14 für die Maßnahme gestimmt haben, der frühere Fraktionschef Guido Heuer soll sich der Stimme enthalten haben.

Der Hintergrund dafür liegt in der vergangenen Woche. Bei der Wahl des Landtagspräsidenten erhielt der AfD-Kandidat Tobias Rausch vier Stimmen mehr, als AfD und BSW gemeinsam Sitze im Landtag haben, obwohl beide Fraktionen ihn unterstützt hatten. Auch bei der Wahl des von der AfD verlangten Stellvertreters Hans-Thomas Tillschneider, den das BSW offiziell nicht mittrug, kamen fünf Stimmen mehr zusammen, als die AfD allein aufbringen kann.

Die zerstrittene CDU-Fraktion gerät unter Verdacht

Schnell geriet die eigene Fraktion in Verdacht. Sie gilt seit der knappen Kampfkandidatur, mit der sich Sven Schulze nach der Wahlschlappe bei der Landtagswahl den Fraktionsvorsitz sicherte, als tief zerstritten. Beweisen lässt sich wegen der geheimen Wahl nichts, sicher ist jedoch, dass mehrere Abgeordnete der Empfehlung ihres Vorsitzenden, sich zu enthalten, nicht gefolgt sind.

Wie wenig verlässlich die eigenen Angaben der Fraktion dabei sind, zeigte sich, als die „taz” im Nachgang alle CDU-Abgeordneten befragte. Mindestens drei von ihnen dürften dabei nicht bei der Wahrheit geblieben sein. Von den vierzehn CDU-Abgeordneten, die an jenem Tag im Plenum saßen, erklärten acht im Nachhinein, sich der Stimme enthalten zu haben, tatsächlich zählte die Sitzung aber insgesamt nur fünf Enthaltungen.

Mit Material der dts Nachrichtenagentur

Junge Erwachsene in Sachsen-Anhalt am stärksten von Armut bedroht

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Messingschild mit Wappen und Schriftzug Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt an einer Hauswand
Messingschild mit Wappen und Schriftzug Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt © dts Nachrichtenagentur

Die Armutsgefährdungsquote in Sachsen-Anhalt klettert weiter nach oben. Besonders betroffen sind junge Erwachsene, Alleinerziehende und Menschen, die allein leben.


In Sachsen-Anhalt ist die Armutsgefährdungsquote im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Nach den ersten Ergebnissen des Mikrozensus 2025 lag sie bei 15,3 Prozent, wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilte. Im Jahr davor waren es noch 0,2 Prozentpunkte weniger. Als armutsgefährdet gilt, wessen Haushaltseinkommen unter 60 Prozent des bedarfsgewichteten Medianeinkommens im Land liegt. Zugrunde gelegt wird dabei die jeweilige regionale Armutsgefährdungsschwelle, die sich am mittleren Einkommen des jeweiligen Bundeslandes bemisst.

Junge Erwachsene tragen das größte Risiko

Am stärksten betroffen war im vergangenen Jahr die Gruppe der 18- bis unter 25-Jährigen. Mit 26,0 Prozent hatte sie von allen Altersgruppen das höchste Armutsrisiko, zugleich war der Wert der niedrigste seit 2021. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren fiel die Entwicklung gegenläufig aus. Ihre Quote lag mit 19,5 Prozent ebenfalls über dem Landesdurchschnitt und stieg bereits das dritte Jahr in Folge.

Alleinerziehende und Einzelhaushalte besonders gefährdet

Auch der Haushaltstyp macht einen Unterschied. Wer allein lebte, war 2025 zu 28,3 Prozent armutsgefährdet. Unter den Familien mit Kindern traf es Alleinerziehende am härtesten, mit einer Quote von 33,5 Prozent. Auch kinderreiche Familien mit zwei Erwachsenen und mindestens drei Kindern lagen mit 29,7 Prozent deutlich über dem Schnitt. Am seltensten betroffen waren Paare mit einem Kind, ihre Quote lag bei 7,2 Prozent und damit am niedrigsten unter allen Haushaltsformen mit Kindern.

Die neuen Zahlen fallen wenige Tage vor dem Internationalen Tag für die Beseitigung von Armut, der jährlich am 17. Oktober begangen wird und auf die Lebenssituation von Menschen aufmerksam machen soll, die von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind.

Mit Material der dts Nachrichtenagentur

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