Die Finanzämter in Sachsen-Anhalt haben 2025 fast 29 Millionen Euro an Erbschafts- und Schenkungsteuer festgesetzt, ein Plus von 38,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Erbschaftsteuer in Sachsen-Anhalt ist 2025 kräftig gestiegen. Die Finanzverwaltungen setzten fast 29 Millionen Euro an Erbschafts- und Schenkungsteuer fest, ein Plus von 38,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt. Insgesamt wurden 1.742 Erbschaften und Schenkungen mit einem gemeinsamen Vermögenswert von 249,6 Millionen Euro erstmals veranlagt.
Den größeren Teil der Einnahmen tragen die Erbschaften bei, 24,1 Millionen Euro entfielen auf sie. Auf Schenkungen kamen 4,8 Millionen Euro. Gegenüber 2024 bedeutet das ein Plus von 31,5 Prozent bei der Erbschaftsteuer und von 88,6 Prozent bei der Schenkungsteuer.
Erbschaften machen den Großteil der Fälle aus
Für 1.522 Erwerbe von Todes wegen wurde Erbschaftsteuer fällig. Vor Abzug von Steuerbefreiungen, Steuerbegünstigungen und Freibeträgen lag deren Wert bei 184,2 Millionen Euro, nach Berücksichtigung all dieser Abzüge sowie etwaiger Vorerwerbe blieben noch 111,7 Millionen Euro steuerpflichtiger Erwerb übrig.
Bei den Schenkungen fallen die Summen kleiner aus. 220 Fälle wurden erfasst, ihr Wert lag vor Abzügen bei 65,5 Millionen Euro; nach Steuerbefreiungen, Steuerbegünstigungen, Freibeträgen und Vorerwerben blieben 32,5 Millionen Euro steuerpflichtiger Erwerb übrig.
Die Steuerquote sinkt trotz höherer Einnahmen
Obwohl unterm Strich mehr Steuern festgesetzt wurden, sank die Steuerquote bei der Erbschaftsteuer in Sachsen-Anhalt gegenüber dem Vorjahr leicht. Sie lag 2025 bei 20,1 Prozent, nach 21,7 Prozent im Jahr 2024. Für Erwerbe von Todes wegen betrug die Quote 21,6 Prozent, bei Schenkungen 14,9 Prozent.
Mit Material der dts Nachrichtenagentur.
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