Baustoffwerk in Merseburg geschlossen – Firmensitz nach Kruft verlegt

Foto: Symbolfoto eines Betonwerks – Bild von Wälz auf Pixabay


Das Baustoffwerk der EHL in Merseburg ist Mitte 2025 geschlossen worden. Auf Anfrage von Merseblatt nannte das Unternehmen wirtschaftliche Gründe und äußerte sich zu den Folgen für Beschäftigte und Kunden.


Merseburg, 28.01.2026 – Das Baustoffwerk der EHL Baustoffwerke Merseburg GmbH in der Hohendorfer Marke ist seit Mitte des vergangenen Jahres Geschichte. Das bestätigte das Unternehmen auf Anfrage von Merseblatt. Mit der Schließung endete zugleich die Produktion am Standort Merseburg.

Produktion nach Roßla und Dessau verlagert

Nach Angaben von EHL wurden die bisherigen Produktionsmengen auf andere Werke verlagert. Künftig übernehmen die Standorte Roßla und Dessau die Fertigung. So bleibe man weiterhin in Sachsen-Anhalt. Unabhängig davon wurde der rechtliche Sitz der Gesellschaft lt. Registereintrag am 17.09.2025 nach Kruft in Rheinland-Pfalz verlegt, wo sich der Hauptsitz der EHL AG befindet.

Auswirkungen für Beschäftigte und Kunden

Als Gründe für das Aus in Merseburg nennt das Unternehmen eine seit Jahren schwierige wirtschaftliche Lage. Die Nachfrage sei spürbar zurückgegangen, die Auslastung des Werks habe dauerhaft nicht mehr ausgereicht. Eine tragfähige Perspektive habe sich nicht mehr ergeben. Am Ende sei die Entscheidung gefallen, den Standort aufzugeben.

Das Unternehmen teilte mit, dass für die Beschäftigten in Merseburg nach tragfähigen Lösungen gesucht wurde. Es seien Gespräche geführt und Möglichkeiten geprüft worden, um die Folgen der Schließung abzufedern. Die notwendigen formalen Schritte und Beteiligungen seien dabei eingehalten worden, heißt es.

Belieferung der Region soll fortgesetzt werden

Trotz der Werksschließung will EHL in der Region präsent bleiben. Kunden in Merseburg und im Saalekreis sollen weiterhin beliefert werden. Die Versorgung erfolgt aber nun von den umliegenden Standorten aus.

Die EHL AG ist bundesweit tätig und produziert Beton- und Baustoffprodukte an mehreren Standorten in Deutschland.

Enrico Sempert

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