Zu schnell, zu riskant, zu viel: Polizei zieht Raser aus dem Verkehr

Polizeikontrolle im südlichen Sachsen-Anhalt: Polizei stoppt Raser, deckt Mängel auf und zieht nach zahlreichen Verstößen eine deutliche Bilanz.


Saalekreis, 18.06.2025 – Wer am 16.06.2025 im Süden Sachsen-Anhalts unterwegs war, konnte leicht in eine Polizeikontrolle geraten. Der Zentrale Verkehrsdienst war im gesamten Gebiet im Einsatz – mit klarer Botschaft: Mehr Verkehrssicherheit, weniger Unfälle.

Die Bilanz fällt deutlich aus: In mehreren Ortschaften wurden Kontrollstellen eingerichtet, zahlreiche Fahrzeuge überprüft und auch Radarfallen eingesetzt. Insgesamt 123 Fahrerinnen und Fahrer waren zu schnell unterwegs – gemessen wurden über 2.300 Fahrzeuge.

Auch in Merseburg, Wettin-Löbejün, Edersleben und Bad Dürrenberg wurde kontrolliert

Besonders dreist: Ein Hyundai-Fahrer raste auf der B91 zwischen Merseburg und Weißenfels mit satten 192 km/h in die Messstelle – erlaubt waren 100 km/h. Eine Überschreitung, die nicht nur teuer, sondern auch lebensgefährlich ist – für ihn und andere.

Doch die Polizei hatte nicht nur den Bleifuß im Visier. Auch die Fahrzeugtechnik wurde geprüft. In mehreren Fällen wurden technische Mängel festgestellt, die nun innerhalb einer Frist behoben werden müssen. Wer das nicht tut, riskiert Stilllegung und Bußgeld.

Dazu kommen 22 Ordnungswidrigkeiten und mehrere Straftaten: Unter anderem ging es um Beleidigung, Nötigung, Trunkenheitsfahrten sowie das Fahren ohne Fahrerlaubnis oder Versicherungsschutz.

Die Polizei zeigt sich zufrieden mit dem Einsatz. Gleichzeitig mahnt sie: „Die Einhaltung der Verkehrsregeln ist unerlässlich, um Unfälle zu vermeiden und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Jeder Einzelne ist aufgefordert, verantwortungsvoll zu fahren, technische Mängel rechtzeitig zu beheben und die Verkehrsregeln zu respektieren.“

Foto: Symbolfoto/Fotomontage
Polizeikontrolle Sachsen-Anhalt

Enrico Sempert

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