Foto: Symbolfoto Streifenwagen © Bild von Ingo Kramarek/Pixabay
Sie klingeln an der Haustür, geben sich als Mitarbeiter eines großen Telekommunikationsunternehmens aus und verlangen Personalausweis und EC-Karte. In Merseburg sind bereits mehrere ältere Menschen auf die Masche hereingefallen. Die Polizei warnt.
Merseburg, 15. Mai 2026 – In der Straße des Friedens in Merseburg häufen sich derzeit Fälle, in denen sich Unbekannte als Mitarbeiter eines großen Telekommunikationsunternehmens ausgeben und auf diese Weise vor allem ältere Menschen um ihr Geld bringen. Die Polizei warnt eindringlich vor der Masche und bittet Angehörige, ihre Familienmitglieder zu sensibilisieren.
Geheimnummer angeblich für das Lastschriftverfahren
Nach Angaben der Beamten klingeln zwei Männer gezielt an Haustüren und geben vor, neue Medienverträge anbieten zu müssen oder technische Probleme an den Fernseheinstellungen beheben zu wollen. Im weiteren Gesprächsverlauf erklären sie, für die angebliche Vertragsbearbeitung würden sie sowohl den Personalausweis als auch die EC-Karte benötigen. Für das Lastschriftverfahren sei zudem die Eingabe der Geheimnummer erforderlich – diese werde, so suggerieren es die Täter, lediglich in einen mitgeführten Computer übertragen.
Beim anschließenden Zusammenpacken ihrer Unterlagen gelingt es den beiden Männern dann, die EC-Karte unbemerkt an sich zu nehmen. In den darauffolgenden Tagen heben sie an Geldautomaten Bargeld bis zum jeweiligen Tageslimit ab.
Die Polizei beschreibt die Tatverdächtigen als zwei männliche Personen im Alter von etwa Anfang 30, jeweils zwischen 180 und 190 Zentimetern groß und von schlanker Statur. Sie sollen kurze, blond-braune Haare und ein gepflegtes Auftreten haben. Bekleidet waren beide nach Angaben der Polizei mit heller Hose und Hemd sowie weißen, hochwertigen Schuhen. Beide sprechen Deutsch mit einem Dialekt aus Sachsen-Anhalt.
Polizei rät zur Vorsicht
Die Beamten raten dringend dazu, fremde Personen niemals unangemeldet in die eigene Wohnung zu lassen und im Zweifel das betreffende Unternehmen über die offiziellen Servicenummern zu kontaktieren. Persönliche Daten, Geheimnummern oder Bankinformationen sollten unter keinen Umständen an Unbekannte weitergegeben werden. EC- und Geldkarten gehörten zudem stets sicher verwahrt und niemals unbeaufsichtigt liegen gelassen. Wer eine Situation für verdächtig halte, solle Angehörige oder Nachbarn hinzuziehen und im Zweifel umgehend die Polizei verständigen.
Da sich die Masche gezielt gegen ältere Menschen richtet, appellieren die Beamten an Angehörige, das Thema in Familiengesprächen aufzugreifen..





