Foto: Symbolbild eines Streifenwagens © Enrico Sempert
Quietschende Reifen, aufheulender Motor, Crash in die Leitplanke: Eine Alkoholfahrt durch Merseburg endete am Sonntagabend dramatisch.
Merseburg, 12. Mai 2026 – Eine Alkoholfahrt in Merseburg hat am Sonntagabend ein juristisches Nachspiel für einen jungen Autofahrer aus Rumänien. Wie die Polizei mitteilte, war der Mann am 10. Mai gegen 18.50 Uhr auf der Querfurter Straße in Richtung B 91 unterwegs, als sein Fahrverhalten die Aufmerksamkeit mehrerer Zeugen auf sich zog.
Im Bereich des dortigen Kreisverkehrs soll der Fahrer sein Fahrzeug stark beschleunigt haben. Quietschende Reifen machten mehrere Zeugen auf den Pkw aufmerksam. An der Ampel Querfurter Straße/B 91 ließ der Mann nach Polizeiangaben den Motor mehrfach aufheulen. Als die Ampel auf Grün sprang, beschleunigte er erneut so stark, dass er beim anschließenden Linksabbiegen in Richtung Merseburg-Zentrum die Kontrolle über den Wagen verlor. Das Fahrzeug geriet auf eine angrenzende Grünanlage und kollidierte mit einer Leitplanke.
Nach dem Aufprall verließen alle drei Insassen – rumänische Staatsangehörige im Alter zwischen 20 und 23 Jahren – das beschädigte Fahrzeug. Der Fahrer entnahm zunächst persönliche Unterlagen aus dem Pkw und montierte anschließend beide amtlichen Kennzeichen ab. Danach versuchten die drei, sich pflichtwidrig zu Fuß von der Unfallstelle zu entfernen. Doch aufmerksame Zeugen griffen ein und hielten die Gruppe so lange auf, bis die Polizei vor Ort eintraf.
Zwei der drei Insassen wurden bei dem Unfall verletzt und noch an der Unfallstelle medizinisch versorgt. Ein beim Fahrzeugführer durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,79 Promille. Im Krankenhaus folgte anschließend eine Blutprobe, der Führerschein des Mannes wurde beschlagnahmt. Die Polizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.






