Foto: Ministerpräsident Sven Schulze übergibt Förderbescheid an Bürgermeister Michael Bedla Leuna, © Staatskanzlei Uwe Köhn
Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat Leuna beim Strukturwandel-Gipfel einen Fördermittelbescheid über rund elf Millionen Euro übergeben. Neben dem Chemiepark entsteht auf 15.200 Quadratmetern ein neuer Forschungs- und Technologiestandort.
Leuna, 31. Juli 2026 – Rund elf Millionen Euro fließen in einen neuen Forschungsstandort in Leuna. Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat der Stadt am Donnerstag beim Strukturwandel-Gipfel der Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen den entsprechenden Fördermittelbescheid an Bürgermeister Michael Bedla (CDU) übergeben. Der Termin am Chemiestandort war eine von mehreren Stationen des Gipfels im Mitteldeutschen Revier.
Fläche neben dem Chemiepark wird komplett erschlossen
Neben dem Chemiepark Leuna soll auf einem rund 15.200 Quadratmeter großen Areal Platz für Forschungs- und Technologieunternehmen entstehen. Die Fläche wird nach Angaben der Staatskanzlei vollständig erschlossen. Nach den Vorstellungen des Landes soll dort ein neues Umfeld für Ansiedlungen und Innovationen unmittelbar am Chemiestandort wachsen. Die Fördermittel stammen aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen. Mit dem Gesetz begleiten Bund und Länder den Umbau der ehemaligen Braunkohlereviere zu neuen wirtschaftlichen Schwerpunkten.
Drei Ministerpräsidenten reisen durchs Mitteldeutsche Revier
Der Strukturwandel-Gipfel führte Schulze mit seinen Amtskollegen Michael Kretschmer (CDU) aus Sachsen und Mario Voigt (CDU) aus Thüringen an mehrere Stationen im Mitteldeutschen Revier. Die drei Regierungschefs informierten sich vor Ort über Projekte, die den Wandel der früheren Kohleregionen zu Wirtschafts-, Forschungs- und Innovationsstandorten voranbringen sollen. In Leuna gehörte dazu auch ein Blick auf die im Bau befindliche Bioraffinerie von UPM Biochemicals, in der aus Laubholz-Biomasse biobasierte Chemikalien für eine klimafreundliche Industrie entstehen sollen.
Schulze verspricht neue Arbeitsplätze und Perspektiven
„Der Strukturwandel soll direkt bei den Menschen ankommen“, sagte Schulze bei der Bescheidübergabe. Ihm sei wichtig, dass die Menschen sähen, wie sich die Heimat weiterentwickle. Es entstünden neue Arbeitsplätze, neue Ideen und neue Perspektiven, das gebe Sicherheit und eröffne Chancen. „Genau dafür investieren wir. In Leuna zeigen wir ganz konkret, wie aus Veränderungen neue Chancen für unsere Heimat wachsen.“ Die Region werde damit auch für Unternehmen und Fachkräfte attraktiver.
Mit dem geplanten Forschungsstandort setzt das Land ein weiteres Vorhaben zum Strukturwandel um. Leuna zählt seit Jahren zu den wichtigsten Chemiestandorten Mitteldeutschlands und soll nun auch als Forschungsstandort an Gewicht gewinnen.





