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Über Wochen flossen 34.000 Euro nach Malta und in die Niederlande – im guten Glauben an steigende Renditen. Erst der Gang zur Hausbank brachte den mutmaßlichen Anlagebetrug ans Licht.
Merseburg, 4. Juni 2026 – Ein Ehepaar aus Merseburg ist Opfer eines mutmaßlichen Anlagebetrugs geworden. Zwischen April und dem 2. Juni dieses Jahres habe das Paar nach Erkenntnissen der Ermittler in mehreren Schritten insgesamt 34.000 Euro auf Konten in Malta und in den Niederlanden überwiesen. Die Eheleute seien davon ausgegangen, mit weiteren Einzahlungen zusätzliche Gewinne erzielen zu können.
Bank-Mitarbeiter schöpfen Verdacht
Aufgeflogen ist die Sache erst beim Termin in der eigenen Hausbank. Dort wollten die beiden einen Kredit aufnehmen, um weiteres Geld auf die ausländischen Konten schicken zu können. Den Bankmitarbeitern erschienen die Hintergründe verdächtig. Sie verständigten die Polizei, die nun wegen Anlagebetrugs ermittelt. Wer hinter den Konten in Malta und den Niederlanden steht und wohin das Geld am Ende geflossen ist, ist bislang offen.
Polizei warnt vor übertriebenen Renditeversprechen
Anlagebetrug zählt im Saalekreis zu den Deliktsformen, bei denen Geschädigte oft erst nach Monaten merken, dass eine vermeintliche Geldanlage nie existiert hat. Die Täter arbeiten häufig mit professionell aufgemachten Plattformen, persönlichen Beratern am Telefon und gefälschten Kontoauszügen, die hohe Buchgewinne ausweisen.
Die Beamten raten Anlegern, bei Versprechen außergewöhnlich hoher Gewinne in kurzer Zeit misstrauisch zu werden. Anbieter und Kontaktdaten sollten unabhängig recherchiert werden, am besten über die offiziellen Register der Finanzaufsicht. Geld sollte nur eingesetzt werden, dessen Verlust man verschmerzen könne. Wer unsicher sei, solle vor jeder Überweisung Rücksprache mit einem unabhängigen Finanzberater halten und verdächtige Angebote frühzeitig der eigenen Bank oder direkt der Polizei melden.







