34.000 Euro futsch: Bank stoppt Anlagebetrug an Merseburger Paar

Foto: Symbolbild – Bild von © Pexels/Pixabay


Über Wochen flossen 34.000 Euro nach Malta und in die Niederlande – im guten Glauben an steigende Renditen. Erst der Gang zur Hausbank brachte den mutmaßlichen Anlagebetrug ans Licht.


Merseburg, 4. Juni 2026 – Ein Ehepaar aus Merseburg ist Opfer eines mutmaßlichen Anlagebetrugs geworden. Zwischen April und dem 2. Juni dieses Jahres habe das Paar nach Erkenntnissen der Ermittler in mehreren Schritten insgesamt 34.000 Euro auf Konten in Malta und in den Niederlanden überwiesen. Die Eheleute seien davon ausgegangen, mit weiteren Einzahlungen zusätzliche Gewinne erzielen zu können.

Bank-Mitarbeiter schöpfen Verdacht

Aufgeflogen ist die Sache erst beim Termin in der eigenen Hausbank. Dort wollten die beiden einen Kredit aufnehmen, um weiteres Geld auf die ausländischen Konten schicken zu können. Den Bankmitarbeitern erschienen die Hintergründe verdächtig. Sie verständigten die Polizei, die nun wegen Anlagebetrugs ermittelt. Wer hinter den Konten in Malta und den Niederlanden steht und wohin das Geld am Ende geflossen ist, ist bislang offen.

Polizei warnt vor übertriebenen Renditeversprechen

Anlagebetrug zählt im Saalekreis zu den Deliktsformen, bei denen Geschädigte oft erst nach Monaten merken, dass eine vermeintliche Geldanlage nie existiert hat. Die Täter arbeiten häufig mit professionell aufgemachten Plattformen, persönlichen Beratern am Telefon und gefälschten Kontoauszügen, die hohe Buchgewinne ausweisen.

Die Beamten raten Anlegern, bei Versprechen außergewöhnlich hoher Gewinne in kurzer Zeit misstrauisch zu werden. Anbieter und Kontaktdaten sollten unabhängig recherchiert werden, am besten über die offiziellen Register der Finanzaufsicht. Geld sollte nur eingesetzt werden, dessen Verlust man verschmerzen könne. Wer unsicher sei, solle vor jeder Überweisung Rücksprache mit einem unabhängigen Finanzberater halten und verdächtige Angebote frühzeitig der eigenen Bank oder direkt der Polizei melden.

Enrico Sempert

Mehr aus der Rubrik

Angriff in Merseburg: Nackter Mann attackiert Polizisten

Ein 55-Jähriger wird im Merseburger Bereich Hölle grundlos niedergeschlagen, wehrt sich mit Tierabwehrspray.

Geschoss in Angersdorf: Schuss stammt vermutlich von einem Jäger

Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einem Schuss aus, der von einem Hochstand abgegeben wurde.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schon gelesen?

Sanierung an der Bahnbrücke: Geiseltalstraße bleibt bis Spätsommer dicht

Sanierung an der Bahnbrücke: Geiseltalstraße bleibt bis Spätsommer dicht

34.000 Euro futsch: Bank stoppt Anlagebetrug an Merseburger Paar

34.000 Euro futsch: Bank stoppt Anlagebetrug an Merseburger Paar

Saalekreis zieht mit mehr als 400 Teilnehmern zum Sachsen-Anhalt-Tag nach Bernburg

Saalekreis zieht mit mehr als 400 Teilnehmern zum Sachsen-Anhalt-Tag nach Bernburg

Teutschenthal feiert 30. Motocross-WM – mehr als 250 Starter im Talkessel

Teutschenthal feiert 30. Motocross-WM – mehr als 250 Starter im Talkessel

Neue Schnellladesäulen am Merseburger Roßmarkt in Betrieb

Neue Schnellladesäulen am Merseburger Roßmarkt in Betrieb

„Ecke gut, alles gut!“ – Region rund um Merseburg bekommt ein gemeinsames Gesicht

„Ecke gut, alles gut!“ – Region rund um Merseburg bekommt ein gemeinsames Gesicht

Primary Color

Secondary Color

Layout Mode

Consent Management Platform von Real Cookie Banner