Foto: © Stadt Merseburg; von links nach rechts: Kevin Löber (MITZ), Steffen Schmitz (Bürgermeister Braunsbedra), Torsten Ringling (Bürgermeister Schkopau), Andreas Marggraf (Bürgermeister Mücheln), Michael Bedla (Bürgermeister Leuna), Markus Krabbes (Rektor Hochschule Merseburg), Christian Runkel (Bürgermeister Bad Lauchstädt), Romy Richter (Referentin Oberbürgermeister in Vertretung für OB Müller-Bahr Merseburg), Christoph Schulze (Bürgermeister Bad Dürrenberg)
Knapp 100.000 Einwohner, sieben Orte, ein Auftritt: Mit der „Merseburger Ecke“ wollen die Kommunen im südlichen Saalekreis um Fachkräfte, Studierende und Investoren werben.
Merseburg, 31. Mai 2026 – Sieben Kommunen im südlichen Saalekreis treten künftig unter einem gemeinsamen Namen auf. Am Freitag stellten Bad Dürrenberg, Bad Lauchstädt, Braunsbedra, Leuna, Merseburg, Mücheln (Geiseltal) und Schkopau zusammen mit der Hochschule Merseburg die Regionalmarke „Merseburger Ecke“ vor. Erstmals bekommen die Orte damit ein gemeinsames Dach, unter dem sie sich nach innen wie nach außen präsentieren.
Knapp 100.000 Einwohner stehen hinter der Marke
Die beteiligten Städte und Gemeinden wollen zusammenführen, was sie ausmacht: die Wirtschaft, die Hochschule als wissenschaftlichen Standort, vergleichsweise günstigen Wohnraum, nahe beieinanderliegende Orte sowie Angebote in Kultur, Natur und Freizeit. Damit wollen sie im Werben um Fachkräfte, Zuzügler, Studierende und Investoren stärker auffallen. Denn jede Kommune bringe ihre eigenen Besonderheiten ein, heißt es in der Mitteilung. Zusammen entstehe so ein vielseitiger Lebens- und Wirtschaftsraum.
Initiiert hat das Netzwerk auch die Hochschule Merseburg. Rektor Markus Krabbes verweist auf die Zusammenarbeit der vergangenen Jahre: „Die große Aufgeschlossenheit und der vertrauensvolle Umgang der umliegenden Stadtoberhäupter hat es mir von Anfang leicht gemacht, die Vernetzung der Hochschule mit ihrem gesamten regionalen Umfeld zu stärken.“ Es freue ihn, dass das Netzwerk inzwischen eine strategischere Ausrichtung bekommen habe.
Koordiniert wird das Vorhaben von Kevin Löber vom Merseburger Innovations- und Technologiezentrum (MITZ). Die „Merseburger Ecke“ sei weit mehr als ein Logo oder ein Slogan, erklärt er: „Die neu geschaffene und zu etablierende Marke ist erstmals eine gemeinsame Identität für eine Region, die wirtschaftlich, wissenschaftlich und gesellschaftlich bereits eng miteinander verbunden ist.“ Man wolle die vorhandenen Kräfte zusammenbringen und die Region geschlossener nach außen vertreten. Auch Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weitere Akteure sollen davon profitieren und enger zusammenrücken.
Ein Logo, das die Wappen der Orte aufnimmt
Zur Marke gehören ein Logo und ein Claim. Optisch besteht sie aus einem dunkelblauen Schriftzug und kleinen quadratischen Symbolen. Diese nehmen die Wappen und Zeichen der einzelnen Orte auf und übertragen sie in eine schlichte, moderne Form. So bleiben die Kommunen einzeln erkennbar und gehören doch sichtbar zusammen. Blau bestimmt die Gestaltung, dazu kommen Grün, Orange und Gelb. Diese Farben sollen nach Angaben der Initiatoren für Beständigkeit, Bewegung und Zukunft stehen. Der Claim lautet „Ecke gut, alles gut!“.
Erarbeitet wurde die Marke binnen eines Jahres, begleitet von den Dienstleistern LE-Regio UG und Gecko.2 GmbH. Beteiligt waren neben den Bürgermeistern und dem Oberbürgermeister auch die Hochschule, die MITZ sowie verschiedene Multiplikatoren aus Wirtschaft und Alltag. Die Zusammenarbeit soll nun, weiterhin begleitet von der MITZ, vertieft werden.






