Finanzausschuss Merseburg berät über Millionenprojekte, Kitas und Kultur

Der Finanzausschuss Merseburg hat wichtige Themen beraten: Neue Stadionverträge, Kita-Rekommunalisierung, Straßenbau in Kötzschen und Zahlen zu den Schlossfestspielen.


Merseburg, 14.08.2025 – In seiner jüngsten Sitzung hat der Finanzausschuss der Stadt Merseburg eine ganze Reihe wichtiger Themen besprochen und dem Stadtrat mehrere Beschlussempfehlungen vorgelegt. Wie die Stadt mitteilte, ging es um Sportstätten, die Zukunft von Kitas, Straßenbau, Jahresabschlüsse und einen Blick auf die Schlossfestspiele 2025.

Zunächst stand der Sport im Mittelpunkt. Für das Stadtstadion wurde ein neuer Nutzungsvertrag zwischen der Stadt, dem SV 99 und dem MSV Buna Schkopau vorgestellt. Wie die Stadt erklärte, sollen beide Vereine die Anlage weiterhin betreuen und dafür jährlich 75.000 Euro erhalten. Auch in Meuschau wird der Betrieb gesichert: Dort soll der SV Merseburg-Meuschau die Sportstätte unverändert weiterführen, wofür er 35.000 Euro pro Jahr bekommt.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die geplante Rekommunalisierung von Kindertagesstätten. Ab 2029 will die Stadt die Kitas der AWO und der Volkssolidarität wieder in eigene Trägerschaft übernehmen – die Gebäude gehören bereits der Kommune. Alle anderen Einrichtungen sollen bei ihren bisherigen Trägern verbleiben. Wie die Verwaltung betonte, sei dies der Einstieg in eine schon lange geforderte Diskussion, um rechtzeitig vor Auslaufen der aktuellen Verträge handeln zu können.

In diesem Zusammenhang stimmte der Ausschuss auch den neuen Entgeltvereinbarungen für die Merseburger Kitas Schnullertrup zu. Nach Angaben der Stadt steigen die Kosten für einen 9-Stunden-Platz je nach Einrichtung leicht an – in der Krippe und im Kindergarten auf Beträge zwischen 1.242 und 1.389 Euro pro Jahr. Für die Stadt bedeute dies einen Mehraufwand von rund 0,5 Prozent.

Auch der Straßenbau kam zur Sprache. Für die Sanierung der Florian-Geyer-Straße und des Zscherbener Wegs in Kötzschen rechnet die Stadt mit Gesamtkosten von etwa 4,4 Millionen Euro. Wie mitgeteilt wurde, sollen dafür überplanmäßige Mittel in Höhe von 846.000 Euro bereitgestellt werden. Zusätzlich fließen rund 1,04 Millionen Euro aus Landeszuweisungen in das Projekt.

Beim Thema Finanzen informierte die Verwaltung zudem darüber, dass der Jahresabschluss 2020 inzwischen an das Rechnungsprüfungsamt übergeben wurde. Um die Jahre 2021 bis 2024 bis Ende 2025 abschließen zu können, habe man Arbeitsabläufe umgestellt, Personal umpriorisiert und Überstunden angeordnet. Aus heutiger Sicht sei man optimistisch, den Rückstand aufholen zu können, hieß es.

Zum Ende der Sitzung blickte der Ausschuss noch auf die Schlossfestspiele 2025. Laut Kulturamt besuchten rund 20.000 Gäste die Veranstaltungen. Das sommerliche Wetter sorgte zwar für gute Stimmung, führte aber auch dazu, dass 45 Personen medizinisch versorgt werden mussten – teils wegen Hitze, teils wegen Alkoholkonsums. Wie die Stadt erklärte, fiel die finanzielle Bilanz weniger erfreulich aus: Sinkende Einnahmen und steigende Kosten führten zu einem Defizit von 318.100 Euro. Die Gesamtausgaben beliefen sich auf 512.200 Euro, was pro Besucher etwa 26 Euro entspricht.

Mit diesen Beschlussempfehlungen liegt der Ball nun beim Stadtrat, der in den kommenden Wochen über die Umsetzung entscheiden wird.

Foto: Symbolfoto – Bild von ErwinMeier – wikimedia

Enrico Sempert

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