Foto: © Landkreis Saalekreis
Mehr als 1.000 Adressen in Landsberg und Wettin-Löbejün bekommen einen Glasfaseranschluss. Am Dienstag wurde der Vertrag für den weiteren Breitbandausbau im Saalekreis unterzeichnet. Das Land Sachsen-Anhalt trägt die Kosten vollständig.
Merseburg, 25. Juli 2026 – Mehr als 1.000 Adressen in Landsberg und Wettin-Löbejün werden ans Glasfasernetz angeschlossen. Am Dienstag hat Andreas Riedel, Geschäftsführer der Mitteldeutschen Gesellschaft für Kommunikation (MDDSL), im Beisein von Dezernentin Sabine Faulstich und Sandra Beichert vom Ministerium für Infrastruktur und Digitales den Vertrag für den weiteren Breitbandausbau im Saalekreis unterzeichnet. Landrat Hartmut Handschak hatte den Vertrag bereits vorab unterschrieben.
669 Adressen in Landsberg, 393 in Wettin-Löbejün
In Landsberg entfallen 669 Anschlüsse auf die Ortschaften Obermaschwitz, Peißen, Reußen und Sietzsch. In Wettin-Löbejün werden 393 Adressen in Domnitz und Schlettau erschlossen. Welche Häuser konkret betroffen sind, hatte ein Markterkundungsverfahren des Landkreises Ende 2024 ergeben. Die MDDSL hatte im anschließenden Vergabeverfahren mit Kreistagsbeschluss den Zuschlag für den geförderten Breitbandausbau erhalten.
Faulstich sprach von einem „wichtigen nächsten Meilenstein“ für den Landkreis. Die Digitalisierung schreite immer weiter voran; mit der neuen Förderrichtlinie erreiche man Schritt für Schritt den flächendeckenden Ausbau digitaler Infrastrukturen für die Bürger im Saalekreis.
Land trägt Wirtschaftlichkeitslücke von 2,6 Millionen Euro
Grundlage der Förderung ist die Gigabit-Richtlinie „Grauen-Flecken-Förderung 2025″, die das Land Sachsen-Anhalt am 28. Oktober 2025 beschlossen hat. Sie zielt auf Adressen, an denen bislang kein Internetzugang mit mindestens 300 Megabit pro Sekunde im Download und 150 Megabit pro Sekunde im Upload verfügbar ist. Die Wirtschaftlichkeitslücke von knapp 2,6 Millionen Euro trägt das Land Sachsen-Anhalt vollständig, Kostenträger ist das Ministerium für Infrastruktur und Digitales. Der Förderzeitraum läuft bis zum 31. Dezember 2029.
Wettin-Löbejüns Bürgermeister Jens Franke verwies auf ein Zitat des ungarischen Nobelpreisträgers Dennis Gabor „Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu erschaffen“ und nannte den technologischen Fortschritt ein wesentliches Element der Lebensqualität in einer modernen Gesellschaft. Gerade auf dem Land brauche es Rahmenbedingungen, um eine lebenswerte Infrastruktur zu erhalten und auszubauen.






