Die Industriebetriebe im Land haben 2025 etwas weniger Strom verbraucht als im Vorjahr, dafür arbeiteten deutlich mehr Beschäftigte im Homeoffice. Das zeigen zwei neue Erhebungen des Statistischen Landesamts Sachsen-Anhalt.
Der Stromverbrauch in Sachsen-Anhalt ist 2025 in der Industrie leicht gesunken. 9.680 Millionen Kilowattstunden haben die Betriebe im Land verbraucht, das sind 0,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt am Montag mitteilte.
Erdgas ist 2025 wichtigster Energieträger vor Strom
Strom machte 2025 einen Anteil von 15,0 Prozent am gesamten Energieverbrauch der Industrie aus und war damit der zweitwichtigste Energieträger. Vorn liegt Erdgas mit einem Anteil von 39,4 Prozent.
Knapp ein Drittel des Stroms stammt aus eigener Erzeugung
Selbst Strom erzeugt haben 317 der 1.336 vom Statistischen Landesamt befragten Betriebe, zusammen 3.366 Millionen Kilowattstunden. Aus eigener Produktion stammten damit 30,1 Prozent des insgesamt zur Verfügung stehenden Stroms von 11.183 Millionen Kilowattstunden.
Beim selbst erzeugten Strom überwiegen fossile Quellen. 2.253 Millionen Kilowattstunden oder 67,0 Prozent kamen aus Kohle, Ölen, Gasen und Industrieabfall, die übrigen 1.112 Millionen Kilowattstunden beziehungsweise 33,0 Prozent stammten aus erneuerbaren Energieträgern.
Insgesamt gaben die Betriebe 1.503 Millionen Kilowattstunden Strom ab. Den größten Teil davon, 1.080 Millionen Kilowattstunden, übernahmen Energieversorgungsunternehmen, 423 Millionen Kilowattstunden gingen an das Verarbeitende Gewerbe, an Haushaltskunden und an sonstige Letztverbraucher.
107.000 Beschäftigte arbeiten im Homeoffice
Neben den Zahlen zum Stromverbrauch in Sachsen-Anhalt hat das Statistische Landesamt auch Angaben zur Arbeit im Homeoffice vorgelegt. Rund 107.000 abhängig Beschäftigte ohne Auszubildende haben demnach 2025 zumindest zeitweise von zu Hause aus gearbeitet. Das sind 12,3 Prozent der insgesamt 868.000 abhängig Beschäftigten im Land.
Frauen griffen dabei häufiger auf das Homeoffice zurück als Männer. 60.000 Frauen oder 14,2 Prozent nutzten die Möglichkeit, bei den Männern waren es 47.000 beziehungsweise 10,6 Prozent.
Verglichen mit 2015 ist der Anteil um das 2,8-Fache gestiegen
Im Vergleich zu 2021 ist der Anteil um 1,8 Prozentpunkte gestiegen. Damals hatten rund 93.000 Beschäftigte oder 10,5 Prozent angegeben, innerhalb der vorangegangenen vier Wochen von zu Hause gearbeitet zu haben. 2024 lag der Wert mit 96.000 Beschäftigten und 10,7 Prozent noch auf ähnlichem Niveau. Über den Zehnjahresvergleich fällt der Unterschied größer aus. 2015 hatte der Anteil erst bei 4,4 Prozent gelegen.
Verändert hat sich auch, wie oft die Beschäftigten im Homeoffice arbeiten. 2021 hatten noch 68,2 Prozent der Homeoffice-Nutzer an mindestens der Hälfte ihrer Arbeitstage von zu Hause gearbeitet. 2025 gaben dagegen 53,2 Prozent an, an weniger als der Hälfte ihrer Arbeitstage im Homeoffice zu sein; das war 1,7-mal so viel wie 2021.
Mit Material der dts Nachrichtenagentur.
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