Foto: Moguai bei der Sputnik Spring Break Tour im Schlossinnenhof – Merseburger Schlossfestspiele 2026 © Enrico Sempert
Von Sagenbringer bis zu den Apokalyptischen Reitern, von Moguai im Schlossinnenhof bis zum Schmied im Schlossgarten: Die Merseburger Schlossfestspiele 2026 hatten an drei Tagen für jeden Geschmack etwas dabei.
Merseburg, 23. Juni 2026 – Im Schlossinnenhof drängten sich am Freitagabend bereits die ersten Besucher, als Sebastian Müller-Bahr ans Mikrofon trat. Der Oberbürgermeister eröffnete die Merseburger Schlossfestspiele 2026 mit einer kurzen Rede. Kurz darauf legten die DJs der Sputnik Spring Break Festival Tour los, und die ersten Beats schwebten durch den Schlossinnenhof. Später am Abend übernahmen Moguai, Adrenaline und die Sputnik-Residents krs.age und branko jet die Pulte, das Publikum blieb bis weit nach Mitternacht in Bewegung.

Foto: Besucher der Merseburger Schlossfestspiele tanzen ausgelassen zu den Beats von „Moguai“ © Enrico Sempert
Im Schlossgarten herrschte zur gleichen Zeit ein anderer Sound. Sagenbringer eröffnete dort am Nachmittag das Konzertwochenende, ihnen folgen dann Acts wie Saint City Orchestra und Das Ich, später Kupfergold und Tanzwut. Vor der Bühne standen Besucher bald dicht an dicht, viele waren extra wegen dieser Acts angereist – aus dem Saalekreis ebenso wie von weit darüber hinaus.

Foto: Leadsänger der Band „Sagenbringer“ bei den Merseburger Schlossfestspielen 2026 © Enrico Sempert
Der Domplatz hatte sich derweil wieder in eine Flaniermeile verwandelt. Es roch nach Bratwurst, Pommes und Grillpfanne, ein paar Stände weiter konnte man Eis, Wein, Likör, Salami in verschiedenen Ausführungen und Süßes erwerben. Wer ein Mitbringsel suchte, wurde bei Füllhörnern, historischer Gewandung, Fellen, Ketten und allerlei Kleinigkeiten fündig.
Am Samstag schoben sich zwischen den Besuchern, Stelzenläufer sogenannte „Walking Acts“ hindurch, denen vor allem die Kinder mit großen Augen hinterherschauten und stehen blieben.

Foto: Der „Walking Act“ (Stelzenläufer) präsentiert sich © Enrico Sempert
Die Marktstände setzten sich auch im Schlossgarten fort. Dort gab es zusätzlich historisches Handwerk zu sehen, das im Alltag kaum noch jemand zu Gesicht bekommt. Ein Schmied stand am Feuer und schlug Funken aus seinem glühenden Stahl, ein Kürschnermeister präsentierte seine in Handarbeit gefertigten Werke. Ein paar Schritte weiter drehte sich ein Spinnrad und wer wollte, konnte sich die handgemachten Spinnerei Arbeiten gegen Bezahlung mit nach Hause nehmen. Über allem stand natürlich auch in diesem Jahr das Riesenrad, das vom ersten bis zum letzten Tag lief.

Foto: Der Schmied bei der Bearbeitung des heißen Stahls. Foto © Enrico Sempert
Wer die Merseburger Schlossfestspiele kennt, weiß, dass ab Samstag auch wieder zahlreiche Vereine der Stadt mit eigenen Ständen dabei sind. Am Stand der Feuerwehr Merseburg, sah man Kinder, die mit dem Wasserschlauch in der Hand auf eine Reihe Büchsen zielten und jubelten, wenn eine umfiel. Andere drehten am Glücksrad und nahmen kleine Preise mit. Die Jugendfeuerwehr hat zudem Popcorn verkauft, sodass kaum jemand mit leeren Händen weiterging.

Foto: Am Stand der Jugendfeuerwehr Merseburg ging es nass zu © Enrico Sempert
Direkt daneben präsentierte der Förderkreis Klosterbauhütte Merseburg e. V., der sich seit über einem Jahrzehnt um den Erhalt des Petriklosters bemüht, seine Arbeit. Vertreten waren auch der Merseburger Modellbahnclub e. V., der kleine Bauernhof, der Kleingartenverein Pappelallee und die Saalesparkasse.

Foto: Mitglieder des Vereins Klosterbauhütte im Gespräch mit dem Oberbürgermeister Sebastian Müller-Bahr © Enrico Sempert
Für den Durst der Besucher hatten die Stadtwerke Merseburg im Schlossgarten ihren Trinkwasserstand aufgebaut und schenkten den ganzen Tag kostenlos Wasser an die Besucher aus. Wenige hundert Meter entfernt, am Krummen Tor, stand der Trinkwasserfahrzeug der Midewa und versorgte jeden, der vorbeikam, mit frischem Nass. Die Kollegen verteilten an die Besucher kleine Becher mit kühlem Wasser, was bei den Temperaturen durchaus eine willkommene Abkühlung war. Durst musste so keiner der Besucher leiden.
Auf der Schlossgartenbühne wechselten sich an diesem Samstag fünf Bands ab. Katerfahrt eröffnete, danach folgten Schöngeist und Tabernis, sowie am Abend Corvus Corax. Hämatom hatten den letzten Auftritt vor Mitternacht. Die Stimmung bei den Besuchern war ausgelassen man sang und tanzte den ganzen Abend.
Im Innenhof gehörte der Nachmittag der Jazz Big Band der Kreismusikschule Johann Joachim Quantz, später zeigten die Linedancer der „Free Wolves“ und der TanzArt e. V. ihre Choreografien. Abends übernahm die große MDR-Sachsen-Anhalt-Party den Hof. Die Partyband Nightfever, Sandy Martin und der Tanzzauber Merseburg e. V. traten auf. Den Höhepunkt bildete dabei die Michael-Jackson-Tribute-Show.

Foto: Die Michael-Jackson-Tribute-Show sorgte für Gänsehaut © Enrico Sempert
Und wie in jedem Jahr setzte sich auch in diesem Jahr die Tradition fort. Am Sonntag um 11 Uhr setzte sich in der Sixtistraße der Schlossfestumzug in Bewegung. Anlass war diesmal ein Jubiläum. Vor 600 Jahren, im Jahr 1426, trat Merseburg dem Städtebund der Hanse bei. Rund 500 Mitwirkende in historischer Gewandung zogen über die Gotthardstraße, den Entenplan und die Thilo-von-Trotha-Straße bis hinauf zum Domplatz.
Pferde und Kutschen waren dabei, musikalisch begleitet vom Schalmeienorchester Taucha und dem Städtischen Musikverein JBO. An den Straßenrändern standen die Besucher dicht an dicht, viele hielten ihr Handy hoch, um dem Moment festzuhalten, andere schauten einfach zu.
Am Nachmittag eröffnete The Rumpled im Schlossgarten den letzten Konzerttag, danach folgten Die Streuner und The Beauty Of Gemina. Den Abschluss übernahmen am Abend Die Apokalyptischen Reiter. Auch an diesem Tag war der Schlossgarten voller Besucher und Musikenthusiasten, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten

Foto: Leadsänger der Band „Rumpled“ bei den Merseburger Schlossfestspielen 2026 © Enrico Sempert
Hauptsponsor der diesjährigen Schlossfestspiele waren die Stadtwerke Merseburg. Unterstützt wurde die Veranstaltung außerdem von der Saalesparkasse, dem Saalekreis, der Midewa, dem Rothkegel Baustoffhandel, der Gebäudewirtschaft Merseburg, der Firma Spie, der EGS, Mammoet und dem Autohaus Rudolph. An dieser Stelle ein herzlicher Dank dafür.










Es war wieder ein gelungenes Fest, und die Vorfreude auf die Merseburger Schlossfestspiele 2027 ist bereits spürbar. Schon jetzt können dafür Tickets erworben werden. Wer frühzeitig plant, kann sich noch die begehrten Early-Bird-Tickets sichern.
Wir freuen uns auf 2027 und sehen uns bei den nächsten Merseburger Schlossfestspielen wieder.






