Foto: Symbolfoto einer Schwimmhalle © ALesik / Depositphotos
In der ersten Runde der sogenannten Sportmilliarde war Merseburg noch leer ausgegangen. Für den Neubau der Merseburger Schwimmhalle gibt es aber jetzt zwei Millionen Euro vom Bund. Eine Sanierung kommt nach zwei Gutachten nicht mehr infrage.
Nach Informationen der Stadt war Merseburg in der ersten Runde des Bundesprogramms zur Sanierung kommunaler Sportstätten, besser bekannt als Sportmilliarde, für die Merseburger Schwimmhalle leer ausgegangen. In der zweiten Runde hat es jetzt geklappt, das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen bewilligt zwei Millionen Euro für den geplanten Neubau.
Zwei Gutachten sehen keine Chance mehr für eine Sanierung
Zwei Gutachten kommen laut Stadt zu dem Schluss, dass sich die Merseburger Schwimmhalle nicht mehr sanieren lasse. Ob und wann es zur Schließung kommt, sei offen. Schon ein einzelnes fehlendes Ersatzteil oder weitere Mängel in der Bausubstanz, wegen derer sich die Sicherheit nicht mehr garantieren ließe, könnten reichen, um die Halle von einem Tag auf den anderen zu schließen. In wenigen Wochen wird die Schwimmhalle zudem 50 Jahre alt, gefeiert werden soll das am 10. Oktober.
Zur Förderung des Bundes kommen 7,3 Millionen Euro der Stadt hinzu
„Das sind richtig gute Nachrichten für Merseburg und ein wichtiger weiterer Baustein für unsere neue Schwimmhalle“, kommentiert Oberbürgermeister Sebastian Müller-Bahr (CDU) die Entscheidung aus Berlin. Mit der neuen Zusage kämen zu den bislang rund 7,3 Millionen Euro, die der Stadtrat für die Merseburger Schwimmhalle aus dem kommunalen Anteil am Sondervermögen des Bundes bereits bereitgestellt habe, jetzt zwei weitere Millionen hinzu. Von den rund 33 Millionen Euro, die der Neubau nach Schätzung der Verwaltung kosten solle, wären damit rechnerisch schon gut 9,3 Millionen gedeckt.
Reichen wird das nach trotzdem noch nicht. Schulschwimmen, Vereinssport und die Ausbildung von Rettungskräften, Polizei und Bundeswehr im gesamten Saalekreis hingen an dieser Halle, ein Vorhaben dieser Größenordnung sei deshalb keine Aufgabe, die eine einzelne Stadt allein stemmen könne. Müller-Bahr fordere deshalb zusätzliche Unterstützung aus der Region, vom Landkreis und vor allem vom Land Sachsen-Anhalt. Entstehen soll die Halle auf dem Grundstück im Dreieck zwischen Lauchstädter Straße, Wilhelm-Liebknecht-Straße und Rainer-Zille-Straße, vor allem wegen seiner Lage und guten Erreichbarkeit mit ÖPNV, Fahrrad und Auto. Auf dem Grundstück befand sich früher das Hotel „Drei Schwäne“.
Die Vorarbeit der Verwaltung zahlt sich aus
Für Müller-Bahr sei die Förderung aus Berlin auch eine Bestätigung, dass sich die intensive Vorarbeit der Verwaltung ausgezahlt habe. Die verbleibende Finanzierungslücke wolle er nun mit Hochdruck schließen. „Am Ende zählt nur eines: dass wir bauen können, bevor uns die alte Schwimmhalle zum Aufgeben zwingt“, sagt er.





