50.000 Euro für eine mobile Netzersatzanlage der Feuerwehr in Bad Lauchstädt

Foto: Symbolbild – © MBStudio/depositphotos


Die Freiwillige Feuerwehr Bad Lauchstädt erhält 50.000 Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur. Innenministerin Zieschang übergab den Bescheid am Donnerstag – das Geld ist für eine mobile Netzersatzanlage bestimmt, mit der die Wehr im Katastrophenfall unabhängig vom Stromnetz arbeiten kann.


Bad Lauchstädt, 8. August 2026 – Wenn in der Region länger der Strom ausfällt, kann die Freiwillige Feuerwehr Bad Lauchstädt bald mit einem eigenen Aggregat anrücken und Einsatzstellen oder Notunterkünfte selbst versorgen. Innenministerin Tamara Zieschang übergab dafür am Donnerstag einen Fördermittelbescheid über 50.000 Euro. Das Geld stammt aus dem Sondervermögen Infrastruktur, mit dem das Land seit März kleinere Brandschutz-Vorhaben in den Gemeinden bezuschusst.

„Die neue Netzersatzanlage macht die Freiwillige Feuerwehr Bad Lauchstädt noch krisenfester“, sagte Zieschang. Sie sichere die Stromversorgung im Ernstfall und verbessere die Vorsorge für Krisen- und Katastrophenlagen. Das Land werde Investitionen in den Brand- und Katastrophenschutz auch künftig bestmöglich unterstützen.

Bad Lauchstädt ist nicht der einzige Ort, der von dem Programm profitiert. 19 Gemeinden hatten laut Innenministerium bis Anfang August bereits eine Bewilligung in der Tasche, elf weitere Anträge liegen zur Prüfung vor. Insgesamt geht es um Investitionen von rund 4,5 Millionen Euro, das Land steuert davon knapp 1,5 Millionen bei. Zu den bewilligten Vorhaben zählen Mannschaftstransportwagen, eine neue Bekleidungskammer und weitere mobile Netzersatzanlagen wie die für Bad Lauchstädt.

Die Auflagen sind eng. Nur finanzschwache Einheits- oder Verbandsgemeinden dürfen einen Antrag stellen, und jede Kommune bekommt Geld für höchstens ein Vorhaben.

Der Zuschuss ist ein Festbetrag von 50.000 Euro, unabhängig davon, wie teuer das Projekt am Ende ausfällt – die Gesamtkosten müssen aber ebenfalls mindestens 50.000 Euro erreichen, sonst fällt die Maßnahme durchs Raster. Begonnen sein darf sie frühestens ab dem 1. Januar 2025. Fünf Millionen Euro hat das Land für 2026 im Topf. Rein rechnerisch reicht das für rund 100 Wehren.

Enrico Sempert

Mehr aus der Rubrik

Auch Dieselpreis steigt auf Allzeithoch

Dieselpreis so hoch wie nie – aktuelle Preise, Tankstellen im Vergleich und der Sprung zum Vorjahr.

Das Aus für Leuna-Polyamid trifft auch die InfraLeuna

Die InfraLeuna rechnet nach dem Aus für Leuna-Polyamid mit Umsatzeinbußen und prüft Stellen.

0 0 Bewertungen
Beitragsbewertung
Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertet

Schon gelesen?

Merseburg startet die dritte Zauberschule für Kinder

Merseburg startet die dritte Zauberschule für Kinder

3. Oktober: Geführter Rundgang durch das Merseburger Schloss

3. Oktober: Geführter Rundgang durch das Merseburger Schloss

29. September: Vortrag zur Bauweise des ECO Markt Merseburg

29. September: Vortrag zur Bauweise des ECO Markt Merseburg

Zwei Millionen Euro Bundesförderung für die Merseburger Schwimmhalle

Zwei Millionen Euro Bundesförderung für die Merseburger Schwimmhalle

15 Tatverdächtige nach Beschädigungen in Regionalexpress nach Halle (Saale)

15 Tatverdächtige nach Beschädigungen in Regionalexpress  nach Halle (Saale)

ChriSyVas ist wieder nominiert – jetzt zählen die Stimmen aus Merseburg

ChriSyVas ist wieder nominiert – jetzt zählen die Stimmen aus Merseburg

Primary Color

Secondary Color

Layout Mode

Consent Management Platform von Real Cookie Banner
0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x