Foto: (vlnr.) Mario Thürkind, Weingut Thürkind, Paula Löber, Gebietsweinkönigin Saale-Unstrut und Hartmut Handschak, Landrat Saalekreis © Landkreis Saalekreis
Das Weingut Thürkind aus Gröst löst das Höhnstedter Weingut Lindner ab und vertritt bis Sommer 2028 den Saalekreis mit einem Weißburgunder und einem Zweigelt Rosé. Landrat Hartmut Handschak stellte die beiden Sorten am Mittwoch auf dem Weingut vor.
Gröst, 14. August 2026 – Der Saalekreis bekommt neue Weinbotschafter aus Gröst. Für die nächsten zwei Jahre wird das Weingut Thürkind mit einem Weißburgunder und einem Zweigelt Rosé den Saalekreis-Wein stellen. Landrat Hartmut Handschak stellte die beiden Sorten am Mittwoch gemeinsam mit Winzer Mario Thürkind und Paula Löber, der Gebietsweinkönigin Saale-Unstrut, auf dem Weingut in Gröst vor.
Ab dem 1. September 2026 tritt das Familienunternehmen die zweijährige Amtszeit an, die bis zum 31. August 2028 läuft. Erstmals vergeben wurde der Titel Saalekreis-Wein im Jahr 2024, damals ging er an das Weingut Lindner aus Höhnstedt. Der Landkreis will mit der Auszeichnung die heimischen Weingüter und ihre Erzeugnisse bekannter machen.
Familienbetrieb mit rund zwölf Hektar
Das Weingut Thürkind gehört zu den ersten privaten Winzerbetrieben, die nach der Wende im Anbaugebiet Saale-Unstrut entstanden sind. Rudolf und Birgit Thürkind gründeten den Betrieb 1991, nachdem kleinere Anbauflächen an die Familie zurückübertragen worden waren. Aus dem bescheidenen Anfang wurde ein Weingut mit inzwischen rund zwölf Hektar Rebfläche, das die Familie mit jeder Generation weiterentwickelt hat. Der Bundesehrenpreis der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft hat der Familie mehrfach die Erzeugung feingliedriger Weine bestätigt.
Mario Thürkind zeigte sich bei der Präsentation erfreut. „Mit einem Wein von hier, dem Saalekreis, anzustoßen, passt einfach am besten“, sagte der Winzer. Umso mehr freue sich das Weingut, den Saalekreis-Wein nun stellen zu dürfen.
Wein als Kulturgut mit langer Tradition
Landrat Handschak nutzte den Termin, um an die lange Weinbautradition der Region zu erinnern. Der Wein sei in der Region seit mehr als tausend Jahren verwurzelt, sagte er. Mit dem Saalekreis-Wein wolle der Landkreis zur Pflege dieses Erbes beitragen. Wein sei eben nicht nur ein Genussmittel, sondern ein Kulturgut.

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Über 150 Hektar Weinbau zwischen Geiseltalsee und Seengebiet Mansfelder Land
Zwischen dem Geiseltalsee und dem Seengebiet Mansfelder Land bewirtschaften private Weingüter und Hobbywinzer im Saalekreis mehr als 150 Hektar Rebfläche. Das Gebiet gehört zum Anbaugebiet Saale-Unstrut, einem der 13 deutschen Weinanbaugebiete. Terrassenweinberge, jahrhundertealte Trockenmauern und romantische Weinbergshäuschen haben der Landschaft den Beinamen „Toskana des Nordens“ eingebracht.
Bei den weißen Rebsorten dominieren Müller-Thurgau sowie Weiß- und Grauburgunder, dazu kommen Gutedel, Silvaner, Kerner und Traminer. Unter den roten Sorten sind Dornfelder, Portugieser, Spätburgunder und Blauer Zweigelt verbreitet.





