Foto: Vodafones ‚GigaTV Home Sound‘ © Vodafone
In der Nacht zum Mittwoch stellt Vodafone das Kabelnetz in Merseburg und Umgebung um. Viele TV- und Radiosender erhalten neue Frequenzen. Was Kabelkunden jetzt wissen müssen – und wann ein Sendersuchlauf nötig wird.
Merseburg, 26.04.2026 – Wer in Merseburg und Umgebung über Kabel fernsieht, muss am Mittwoch womöglich neu sortieren: Vodafone nimmt in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (28. auf 29. April) eine technische Umstellung im Kabelnetz vor. Viele Fernseh- und Hörfunksender erhalten dabei eine neue Frequenz. Damit das gewohnte Programm weiterhin läuft, ist nach der Umstellung in einigen Haushalten ein Sendersuchlauf nötig.
Betroffen sind nach Angaben des Düsseldorfer Konzerns neben Merseburg auch Beuna, Geusa, Bad Dürrenberg, Leuna und Schkopau. Ausgangspunkt der Maßnahme ist der regionale Technik-Standort in Merseburg, von dem aus das Kabelnetz für die Region versorgt wird.
Moderne Geräte finden die Sender automatisch
Empfangsgeräte von Vodafone, der ehemaligen Unitymedia oder Sky finden die Programme nach der Umstellung in der Regel selbstständig. Vodafone rät seinen Kunden, Receiver und Kabel-Router während der Umstellung nicht vom Stromnetz zu trennen und am Morgen danach zu prüfen, ob alle Sender wie gewohnt zu empfangen sind.
Bei älteren Geräten oder bei Fernsehern, die direkt ans Kabelnetz angeschlossen sind, kann ein manueller Sendersuchlauf erforderlich sein. Auch Favoritenlisten und programmierte Aufnahmen müssen unter Umständen angepasst werden.
Neuer Standard soll künftige Suche vereinfachen
Mit der Frequenzumstellung führt Vodafone im gesamten Kabelnetz den sogenannten „NorDig-LCN“-Standard ein. Empfangsgeräte erkennen damit künftig automatisch, wenn ein Sender den Programmplatz wechselt. Auch eine Anpassung der Favoritenliste soll dann nicht mehr nötig sein. SD-Sender werden zudem auf das modernere Kompressionsverfahren H.264 umgestellt, in dem HD-Programme bereits ausgestrahlt werden.
Mit der Umstellung will Vodafone nach eigenen Angaben langfristig mehr Spielraum für kabelbasierte Internetangebote schaffen. Über die Maßnahme hatte das Unternehmen seine Kunden im Vorfeld per Brief, E-Mail und Hausaushang informiert. Informationen und Hilfestellungen finden Betroffene zudem auf einer Service-Seite des Anbieters im Internet.





