Schlossweihnacht in Merseburg: Tradition lebt – und ein 2,25-Meter-Stollen zieht die Besucher an

Banner über dem Schlosshof Foto: Enrico Sempert


Bei der Schlossweihnacht in Merseburg wurde am Samstag traditionell der 2,25-Meter-Stollen angeschnitten. Auf Schloss und Petrikloster sorgten Handwerk, Lichter und viele kleine Höhepunkte für eine festliche Stimmung.


Merseburg, 08.12.2025. – Die Schlossweihnacht auf dem Merseburger Schloss lockte am vergangenen Samstag wieder zahlreiche Besucher an – und wie jedes Jahr spielte der traditionelle Stollenanschnitt eine besondere Rolle. Das Café Rahaus, das seit Langem den großen Weihnachtsstollen für die Veranstaltung bereitstellt, hielt auch diesmal an der Tradition fest.

Auf dem Schlosshof versammelten sich die Gäste, als Oberbürgermeister Sebastian Müller-Bahr den rund 2,25 Meter (der von der Länge her, immer zum jeweiligen Jahr passt) langen Stollen feierlich anschnitt. Mit einem Lächeln richtete sich die Aufmerksamkeit vieler auf die Frage, die über das erste Stück entschied: Wie viele Stückchen Butter stecken im Stollen? Wer sie richtig beantworten konnte, erhielt das erste Stück – somit nahm die Tradition ihren Lauf und begann mit einem „Aha“ Effekt.

Doch schon vor dem Stollenanschnitt herrschte auf dem Schlossgelände lebhaftes Treiben. Auf dem Domplatz drehte sich das Kinderkarussell, während an den Glühweinständen und bei warmen Snacks reger Andrang herrschte. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, gemütlich über den Hof zu schlendern und die weihnachtliche Stimmung zu genießen.

Ein weiteres Ziel vieler Gäste war die Klosterweihnacht im Petrikloster. Dort präsentierten Handwerker ihre Arbeit – vom Schmied, der Funken sprühen ließ, bis zu kunstvoll gefertigten Holzlöffeln. Das Schnitzen dieser, konnte man vor Ort ebenfalls bestaunen. Das Kloster selbst zeigte sich in besonders festlichem Gewand: Der Förderkreis Klosterbauhütte Merseburg e. V. hatte das Gelände liebevoll geschmückt und in ein warmes, weihnachtliches Licht gehüllt.

Wer den ganzen Weg zum Kloster nicht komplett zu Fuß gehen wollte, stieg einfach in die Pferdekutsche, die im gemütlichen Tempo hin- und zurückfuhr – ein Angebot, das vor allem Familien gern nutzten. Auch im Kloster selbst warteten weitere Leckereien und kleine Besonderheiten auf die Besucher. Die kleinen Besucher konnten zudem in einem eigenen Märchenzelt den magischen Geschichten lauschen.

Für viele war die Schloss- und Klosterweihnacht ein rundum gelungenes Erlebnis – voller Tradition, Handwerk und weihnachtlicher Atmosphäre.

Enrico Sempert

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