„AfD-Verbot jetzt“: Merseburger zeigen Haltung auf dem Entenplan

Bei einer Kundgebung in Merseburg für Vielfalt und Zivilcourage setzten rund 40 Teilnehmende ein Zeichen gegen Rechtsextremismus. Die Veranstaltung verlief friedlich.


Merseburg, 19.05.2025 – Auf dem Entenplan in der Merseburger Innenstadt fand am Montagabend eine Kundgebung unter dem Motto „Für Vielfalt und Zivilcourage“ statt. Etwa 40 Menschen nahmen daran teil und setzten damit ein friedliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und für eine demokratische Gesellschaft.

Aufgerufen zu der Veranstaltung hatte das lokale Bündnis „Merseburg für Vielfalt und Zivilcourage“. Ziel war es, auf die zunehmende gesellschaftliche Spaltung aufmerksam zu machen und für ein offenes Miteinander einzutreten. Auch bundesweite Initiativen waren vertreten: So beteiligten sich Mitglieder der überregional bekannten Bewegung „Omas gegen Rechts“ an der Kundgebung. In Redebeiträgen machten sie deutlich, dass sie sich dem Aufruf „AfD-Verbot jetzt“ anschließen.

Einen besonderen Akzent setzte das Jugendkollektiv @diekante, das mit mehreren kurzen Redebeiträgen vertreten war. Die jungen Aktivistinnen und Aktivisten riefen zur politischen Wachsamkeit und zur Beteiligung an demokratischen Prozessen auf. Dabei betonten sie die Bedeutung von Zivilcourage im Alltag sowie die Verantwortung der jüngeren Generation für ein vielfältiges und gerechtes Zusammenleben.

Die Veranstaltung verlief ruhig und ohne Zwischenfälle. Viele der Teilnehmenden führten Gespräche miteinander und nutzten die Gelegenheit zum Austausch über aktuelle politische Entwicklungen. Auch einige Passantinnen und Passanten blieben interessiert stehen und verfolgten die Redebeiträge.

Mit der Kundgebung wurde ein bewusstes Signal aus der Zivilgesellschaft gesendet – gegen Ausgrenzung und für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt. Organisatorinnen und Unterstützer kündigten an, auch künftig öffentlich für demokratische Werte und Vielfalt eintreten zu wollen.

Fotos: Enrico Sempert

Enrico Sempert

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