Foto: Symbolfoto einer Statistik © Enrico Sempert
Weniger Straftaten, weniger Messerangriffe, aber mehr häusliche Gewalt: Das Polizeirevier Saalekreis hat die Kriminalstatistik 2025 vorgelegt. Ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen.
Merseburg, 31.03.2026 – Das Polizeirevier Saalekreis hat die Kriminalstatistik für das Jahr 2025 vorgelegt. Auf den ersten Blick liest sich die Bilanz positiv: Rund 1.000 Straftaten weniger als im Vorjahr, die Aufklärungsquote ist gestiegen und liegt jetzt bei über 55 Prozent. Auch bei den Messerangriffen hat sich die Lage deutlich entspannt – die Fallzahlen gingen um rund ein Drittel zurück. Allerdings weist die Polizei darauf hin, dass ein Teil des Rückgangs auch mit einer geänderten Erfassungsmethode zusammenhängt.
Häusliche Gewalt steigt spürbar
Doch nicht überall zeigt der Trend nach unten. Bei der häuslichen Gewalt verzeichnet die Statistik einen spürbaren Anstieg. Das Polizeirevier sieht darin auch ein Zeichen dafür, dass Betroffene zunehmend den Mut fassen, Vorfälle anzuzeigen – gefördert durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und den Ausbau von Hilfsangeboten. Die Polizei betont ausdrücklich: Häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Betroffene erreichen das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ rund um die Uhr unter 08000 116016.
Diebstahl bleibt das häufigste Delikt
Diebstahl bleibt mit Abstand das häufigste Delikt – gut jede dritte Straftat fällt in diesen Bereich. Insgesamt gingen die Zahlen leicht zurück, besonders bei Fahrrädern und Kraftfahrzeugen. Auffällig ist allerdings ein Anstieg bei Wohnungseinbrüchen. Erfreulich dagegen: Enkeltrick und Schockanrufe haben sich gegenüber dem Vorjahr nahezu halbiert. Die Polizei setzt hier weiterhin auf gezielte Aufklärungsarbeit, vor allem zum Schutz älterer Menschen.
Und eine Zahl, die man sich merken darf: Im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers wurde 2025 kein einziges Tötungsdelikt registriert.
Die ausführliche Kriminalstatistik mit allen Zahlen und Vergleichen zum Vorjahr finden Sie hier Zu den Zahlen









Ich musste selbst im Oktober 2025 bei der Polizei wegen eines Deliktes der Häuslichen Gewalt eines vermeintlichen Kumpels aus Halle (Saale) aussagen, auch dem SPDi habe ich seinen Gefährder-Zustand gemeldet. Getan hat sich nichts, er läuft immer noch frei rum. Es kamen sinngemäß Argumentationen wie: „Und was erwarten Sie jetzt von uns? Was sollen wir Ihrer Meinung nach machen?“. Es ist eine Schande, wie wenig sich ernsthaft um solche Fälle gekümmert wird. Die Ursachen sind vielfältig: Drogenmissbrauch, psychische Probleme oder einfach ein ganz falsches Rollenverständnis und Frauenbild.