Foto: v.l.n.r. Peter Marggraf, Dagmar Rasch, Matthias Noch, Henrik Oehme und Sebastian Müller-Bahr beim 20-jährigen Jubiläum des Plasmazentrums Merseburg © Plasma Service Europe GmbH
Zwanzig Jahre Plasmazentrum in der Klia Passage, das war der Feier in Merseburg am Donnerstag wert. Geschäftsführer Henrik Oehme dankte Spendern und Team, Patientenvertreter Matthias Noch erzählte von der Bedeutung der Spenden für Menschen mit seltenen Erkrankungen, und auch Oberbürgermeister Sebastian Müller-Bahr gratulierte dem Standort.
Das Plasmazentrum Merseburg in der Klia Passage hat sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Die Plasma Service Europe GmbH lud dazu am Donnerstag zu einer Jubiläumsveranstaltung ein, zu der zahlreiche Gäste kamen. Unter ihnen waren Plasmaspender und Mitarbeitende ebenso wie langjährige Wegbegleiter und Vertreter aus Stadt, Wirtschaft und Politik, darunter Oberbürgermeister Sebastian Müller-Bahr (CDU), Landtagsabgeordneter Sebastian Striegel (Grüne) und die Kanzlerin der Hochschule Merseburg, Dr. Angela Kunow.
Vertrauen zwischen Spendern und Team trägt seit 20 Jahren
Was das Zentrum all die Jahre trägt, sind die Spender, die immer wieder kommen, und die Mitarbeitenden, die sie dabei begleiten. Geschäftsführer Henrik Oehme dankte beiden Seiten ausdrücklich. „20 Jahre Plasmazentrum Merseburg sind vor allem 20 Jahre Vertrauen. Unser besonderer Dank gilt den Menschen, die regelmäßig zu uns kommen und ihr Plasma spenden, aber genauso unseren Mitarbeitenden, die jeden Tag dafür sorgen, dass sich unsere Spender gut aufgehoben fühlen. Dass viele von ihnen uns seit Jahren begleiten, macht dieses Jubiläum für mich besonders. Gemeinsam wollen wir diese Erfolgsgeschichte fortsetzen und auch künftig möglichst viele Menschen für die Plasmaspende gewinnen“, sagte Oehme.
Für einen Patienten steckt in einer Spende mehr als eine Stunde Zeit
Wie viel hinter einer einzelnen Plasmaspende stecken kann, zeigte der Erfahrungsbericht von Matthias Noch, Patientenvertreter der dsai e. V. Seine eigene Geschichte ist eng mit plasmabasierten Medikamenten verbunden. „Für viele Menschen ist eine Plasmaspende vielleicht ein Termin von einer Stunde. Für Patienten wie mich steckt darin sehr viel mehr: die Chance auf eine Therapie, auf Stabilität und auf mehr Lebensqualität. Plasmabasierte Medikamente sind für viele Betroffene unverzichtbar. Deshalb bin ich jedem einzelnen Menschen dankbar, der sich entscheidet, Plasma zu spenden“, sagte Noch. Seine Geschichte machte deutlich, welche Bedeutung die Spenden für Menschen mit seltenen Erkrankungen und deren Familien haben können.
Peter Marggraf gehört zu den langjährigen Spendern des Zentrums
Peter Marggraf gehört zu den Spendern, die dem Merseburger Zentrum schon lange verbunden sind. Er kommt nach eigenen Worten seit vielen Jahren regelmäßig zur Plasmaspende und hat dabei eine persönliche Bindung zum Team aufgebaut. „Für mich ist die Plasmaspende eine einfache Möglichkeit, etwas für andere Menschen zu tun. Ich komme seit vielen Jahren hierher und fühle mich im Zentrum sehr gut aufgehoben. Das Team kennt mich inzwischen gut, und aus den regelmäßigen Terminen ist über die Jahre eine echte Verbundenheit entstanden. Beim 20-jährigen Jubiläum dabei zu sein, ist deshalb auch für mich etwas Besonderes“, sagte er.
Oberbürgermeister Sebastian Müller-Bahr gratulierte dem Zentrum ebenfalls und erinnerte daran, welchen Stellenwert die tägliche Plasmaspende für die Stadt hat. „Ich freue mich, dass hier in unserer Stadt seit so vielen Jahren schon ein Plasmaspendezentrum steht und so viele Menschen hier täglich Blutplasma spenden. Das ist etwas ganz Wichtiges, denn daraus werden lebenswichtige Medikamente hergestellt. Zum 20-jährigen Bestehen gratuliere ich herzlich und wünsche dem Standort für die Zukunft weiterhin viel Erfolg“, sagte er.
Die Plasma Service Europe GmbH blickt nach eigenen Worten zuversichtlich auf die kommenden Jahre. Ziel bleibt es, noch mehr Menschen als bisher für die Plasmaspende zu gewinnen und damit die Versorgung von Patienten mit lebensnotwendigen Medikamenten zu sichern, teilte das Unternehmen mit.





