Die geplante Freiwillige Feuerwehr Meuschau nimmt Gestalt an: Bei einer Infoveranstaltung am 24. Juni informierten Stadt und Feuerwehr über den weiteren Weg.
Merseburg/Meuschau, 26. Juni 2025 – Der Weg zur eigenen Freiwilligen Feuerwehr im Merseburger Ortsteil Meuschau wird konkreter. Nachdem auf dem Pfingstfest bereits kräftig die Werbetrommel gerührt wurde, fand am Dienstagabend eine offizielle Informationsveranstaltung in der örtlichen Sportlergaststätte statt. Und das Interesse war beachtlich.
Rund elf Bürgerinnen und Bürger fanden sich ein, um sich über das Projekt zu informieren, drei weitere ließen sich aus beruflichen Gründen entschuldigen, hatten aber zuvor signalisiert, dass sie an einer Mitwirkung interessiert sind. Das zeigt: Die Idee einer eigenen Wehr für Meuschau fällt auf fruchtbaren Boden.
Organisiert und begleitet wurde der Abend von Stadtwehrleiter Dirk Grötzsch, Sachgebietsleiter Brandschutz Michael Jahn und Dezernatsleiterin Ulrike Findeisen, die gemeinsam durch die Veranstaltung führten. Auch Ortsbürgermeister Ralf Langrock und sein Stellvertreter ließen es sich nicht nehmen, an der Veranstaltung teilzunehmen – und bekräftigten in klaren Worten ihre Unterstützung: „Wir stehen voll hinter dem Vorhaben und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um die Feuerwehr in Meuschau Realität werden zu lassen“, so Langrock.
Warum eine Feuerwehr in Meuschau notwendig ist
Dirk Grötzsch machte zu Beginn deutlich, warum der Aufbau einer eigenständigen Feuerwehr im Ortsteil kein Prestigeprojekt, sondern eine dringende Notwendigkeit ist. Die derzeitige Absicherung durch die Freiwillige Feuerwehr Merseburg sei nicht ausreichend, um in allen Fällen die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist von maximal zwölf Minuten im östlichen Teil des Stadtgebiets einzuhalten.
Neben der klaren Problemanalyse war es Grötzsch wichtig, realistische Einblicke in den Alltag bei der Feuerwehr zu geben: Wer sich engagiere, tue das nicht nur für die Gemeinschaft, sondern könne auch mit Anerkennung und Vergünstigungen rechnen. So ist etwa unter anderem eine kostenlose Nutzung der Bibliothek und des Schwimmbads für aktive Mitglieder vorgesehen – ein kleines, aber bedeutendes Zeichen der Wertschätzung.
Zwei Jahre Ausbildung – mit Struktur und Begleitung
Anschließend übernahm Michael Jahn das Wort. Mit einer anschaulichen Präsentation stellte er den Ablauf der geplanten Ausbildung dar, die alle angehenden Mitglieder durchlaufen müssen, bevor sie an Einsätzen teilnehmen dürfen. Die Ausbildung ist auf zwei Jahre angelegt und umfasst neben der Truppmannausbildung auch Kurse im Sprechfunk sowie – sofern gesundheitlich geeignet – die Atemschutzausbildung.
Technik zum Anfassen – und persönliche Gespräche
Nach dem offiziellen Teil wurde es praktisch: Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Merseburg hatten ein Löschfahrzeug mitgebracht. Die Interessierten konnten Technik aus nächster Nähe kennenlernen, Ausrüstungsgegenstände anfassen und Fragen stellen – etwa wie schwer ein hydraulischer Spreizer tatsächlich ist oder welche Ausrüstung im Ernstfall mitgeführt wird.
Die Gelegenheit zum „Anfassen“ und Ausprobieren kam gut an und leitete zu einem offenen Ausklang über, bei dem einige persönliche Gespräche geführt wurden. Einige der Gäste nutzten die Gelegenheit, um direkt Kontakte zu knüpfen und sich über den weiteren Ablauf zu informieren.
Wer kann mitmachen?
Mitmachen kann grundsätzlich jeder, der gesundheitlich geeignet ist und bereit, sich in die Ausbildung einzubringen. Interessierte können sich jederzeit bei der Feuerwehr Merseburg melden – sei es per Mail, telefonisch oder persönlich. Die Stadt Merseburg plant nun, die Gruppe zu strukturieren und die nächsten Schritte zur offiziellen Gründung der Wehr in Meuschau anzugehen.
Info für Interessierte:
Ansprechpartner: Feuerwehr Merseburg
📞 Telefon: (03461) 210025
✉️ Kontakt: feuerwehr@merseburg.de
Foto: Symbolbild/Fotomontage
Freiwillige Feuerwehr Meuschau















