Foto: Symbolbild – Leuna im Hintergrund © Enrico Sempert
Steigende Energiepreise, Klimaziele, technischer Fortschritt und die Lage auf den Weltmärkten setzen auch die Region um Merseburg unter Druck. Bei einem Bürgerdialog will die grüne Landtagsfraktion darüber mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen.
Merseburg, 23.03.2026 – Wie viel Wandel eine Region aushält – und wie er gestaltet werden kann – darüber will die grüne Landtagsfraktion am Mittwoch, 25. März 2026, in Merseburg mit Bürgerinnen und Bürgern sprechen. Der öffentliche Bürgerdialog beginnt um 17.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus Merseburg, Roßmarkt 2.
Die Veranstaltung steht unter dem Titel „Wie viel Wandel halten wir aus – Und wie gestalten wir ihn?“. Im Mittelpunkt sollen dabei Fragen stehen, die nach Angaben der Veranstalter auch für die Chemieregion rund um Merseburg von Bedeutung sind: Welche Perspektiven gibt es für die Region, wie sicher sind Arbeitsplätze und was Politik tun muss, damit Transformation sozial, wirtschaftlich und ökologisch gelingt.
In der Einladung verweist die bündnisgrüne Landtagsfraktion auf tiefgreifende Veränderungen, die derzeit gleichzeitig auf die Region wirken. Genannt werden steigende Energiepreise in Krieg und Krisen, zu erreichende Klimaziele, die globale Marktsituation und technologische Fortschritte.
Zugleich ist von widersprüchlichen Signalen die Rede. So werden große Investitionen wie die in Betrieb gehende Bio-Raffinerie von UPM in Leuna und der Aufbau neuer Forschungsinfrastruktur des Center for the Transformation of Chemistry zwischen Merseburg und Delitzsch genannt.
Dem gegenüber stehen Anlagenschließungen wie bei DOW in Böhlen und Schkopau sowie Insolvenzen wie bei DOMO und LYB in Leuna und Merseburg.
Auch der Umbau des Energiesystems soll Thema des Abends sein. In der Einladung heißt es, dass das Braunkohlekraftwerk in Schkopau in wenigen Jahren vom Netz gehen werde. Schon heute müssten die Weichen dafür gestellt werden, dass am Standort ein H2-ready-Gaskraftwerk entstehen könne. Ebenso schreite der Ausbau der Erneuerbaren und von Großspeichern voran, begegne vor Ort aber auch Skepsis.
Angekündigt sind für den Bürgerdialog die Abgeordneten Cornelia Lüddemann, Sebastian Striegel und Susan Sziborra-Seidlitz. Als Impulsgeber soll außerdem Matthias Held, Director Public Affairs Germany bei UPM, teilnehmen. Die Veranstaltung ist laut Veranstalter offen für alle Interessierten.



















