Baustart an der Hohendorfer Marke: Netto, Fitnessstudio und Backshop entstehen bis 2026

So soll es einmal aussehen. Auf dem Areal der Hohendorfer Marke entstehen bis 2026 ein moderner Netto-Markt, ein Fitnessstudio und Gastronomieflächen. Das Konzept setzt auf nachhaltige Bauweise, viel Grün und Begegnungsflächen.


In der „Hohendorfer Marke“ hat die Neugestaltung des ehemaligen Norma-Standorts begonnen. Wo mittlerweile viel Leerstand herrschte, rollen inzwischen die Bagger.


Merseburg, 18.10.2025 – Die Ratisbona Handelsimmobilien, eine Marke der Ratisbona Holding GmbH & Co. KG aus Regensburg, revitalisiert das Areal an der Halleschen Straße 120 und führt es in eine neue Nutzung. Entstehen sollen ein moderner Netto-Markt, ein vivaFitness-Studio und ein Backshop mit Café als Treffpunkt für die Nachbarschaft. Die Fertigstellung ist laut Ratisbona für Herbst 2026 vorgesehen.

Revitalisierung statt Abriss

Statt eines kompletten Neubaus setzt das Unternehmen auf Revitalisierung und Bestandserhalt. Etwa 75 Prozent der vorhandenen Flächen bleiben bestehen und werden in die Neugestaltung integriert. Das spart Ressourcen und vermeidet zusätzlichen Bauschutt – ein Ansatz, den Ratisbona unter dem firmeneigenen Prinzip „LOOP“ zusammenfasst. Bestehendes erhalten, sinnvoll weiterentwickeln und Flächen effizient nutzen.

„Mit diesem Projekt zeigen wir, dass Nahversorgung und Bestandserhalt hervorragend zusammenpassen. Statt Abriss setzen wir auf Weiterentwicklung – durchdacht, wirtschaftlich und mit Blick auf die Region“, erklärt Projektentwicklerin Michelle Deobald.

Konkret wird der frühere Norma-Markt vollständig entkernt und zu einem modernen Fitnessstudio umgebaut. Der neue Netto-Markt entsteht als Neubau mit rund 1.125 Quadratmetern Verkaufsfläche und 1.475 Quadratmetern Gesamtmietfläche. Ergänzt wird das Angebot durch einen Backshop mit Café, der künftig als sozialer Treffpunkt für die Nachbarschaft dienen soll.

Nachhaltiges Energiekonzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen

Beim Bau setzt Ratisbona auf hohe energetische Standards. Der neue Discounter wird nach der firmeneigenen Ratisbona.ECO.Bauweise errichtet und erfüllt den BEG-40-Standard der Bundesförderung für effiziente Gebäude. Das bedeutet, der Energiebedarf liegt rund 60 Prozent unter dem eines vergleichbaren Neubaus.

Möglich machen das eine moderne Dämmung, Wärmepumpentechnik und Photovoltaik. Errichtet werden Photovoltaikanlagen auf dem Dach. Das Wärmepumpensystem übernimmt die Heiz- und Kühlversorgung.

Im Innenbereich werden Holzelemente und Zellulosedämmung verwendet, um ein angenehmes Raumklima zu schaffen. Das Fitnessstudio erhält ebenfalls eine komplett neue technische Ausstattung, die auf Zukunftsfähigkeit und Energieeffizienz ausgelegt ist.

Freiflächen werden klimaangepasst gestaltet

Auch der Außenbereich wird umgestaltet. Zwar bleiben große Teile der Flächen befestigt, doch das Gelände wird neu organisiert und begrünt. Vorgesehen sind Baumgruppen, Pflanzinseln und Blühstreifen, die Schatten spenden, das Mikroklima verbessern und Insekten Lebensraum bieten.

Zudem entstehen gezielte Entwässerungsflächen, die Regenwasser aufnehmen und kontrolliert ableiten. Damit soll verhindert werden, dass sich das Gelände im Sommer übermäßig aufheizt. Ratisbona zeigt damit, dass auch großflächig versiegelte Areale ökologisch und gestalterisch Wirkung entfalten können.

Für die Besucherinnen und Besucher werden 128 Stellplätze geschaffen, darunter sechs Schnellladepunkte für Elektrofahrzeuge. Damit reagiert das Unternehmen auf die wachsende Nachfrage nach Ladeinfrastruktur im Alltag.

Flexible Flächen im Geschäftshaus

Neben den neuen Handelsflächen entsteht auch Platz für zusätzliche Nutzungen. Im angrenzenden Geschäftshaus werden künftig barrierefreie Mietflächen zwischen 30 und 170 Quadratmetern angeboten. Diese sollen sich flexibel für Praxen, Büros, Studios oder kleine Läden eignen und die Mischung aus Handel und Dienstleistung vor Ort ergänzen.

Bedeutung für den Standort Merseburg

Mit der Revitalisierung der „Hohendorfer Marke“ will Ratisbona den Standort langfristig stärken. Durch die Kombination aus Nahversorgung, Freizeit und neuen Arbeitsplätzen soll das Areal wieder zu einem lebendigen Stadtbaustein werden. Die Lage an der Halleschen Straße gilt als verkehrsgünstig und ist damit auch aus der Innenstadt gut erreichbar.

„Die Hohendorfer Marke bleibt ein wichtiger Versorgungs- und Begegnungsort – nur eben moderner und nachhaltiger“, so Deobald weiter. Für Merseburg bedeutet das Projekt nicht nur den Erhalt eines gewachsenen Handelsstandorts, sondern auch neue Impulse für den städtischen Osten.

Foto: Ratisbona, zeigt Visualisierung des Standortes nach Umbau

Enrico Sempert

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