Foto: Symbolfoto- Bundespolizisten warten © Bild von Fabian Holtappels/Pixabay
Ein 29-Jähriger spuckt Fahrgäste an, beleidigt den Zugbegleiter, zeigt den Hitlergruß – und wehrt sich am Hauptbahnhof Halle gegen die Bundespolizei. Der Abend endet für ihn in Handschellen.
Merseburg, 31.03.2026 – Was am Montagabend in einer Regionalbahn auf der Strecke von Naumburg über Merseburg nach Halle begann, endete auf dem Boden des Hallenser Hauptbahnhofs – in Handschellen.
Ohne Ticket, aber mit viel Aggression
Ein 29-jähriger Mann fiel zunächst auf, weil er Mitreisende anspuckte und sich zunehmend aggressiv verhielt. Der Zugbegleiter sprach ihn an – und stellte dabei fest, dass der Mann kein Ticket besaß. Statt sich zu beruhigen, beleidigte er den Kontrolleur mit ehrverletzenden Worten. Zwei Sicherheitsmitarbeiter, die dem Bahnbediensteten zur Hilfe eilten, traf es genauso.
Hitlergruß am Bahnsteig
Der Zugbegleiter alarmierte die Bundespolizei. Beamte des Reviers am Hauptbahnhof Halle erwarteten den Zug am Bahnsteig. Doch auch ihre Anwesenheit änderte nichts am Verhalten des Mannes – im Gegenteil. Er beleidigte und bedrohte nun auch die Einsatzkräfte. Eine Feststellung seiner Personalien war zunächst nicht möglich.
Beim Verlassen des Zuges dann der nächste Vorfall: Der 29-Jährige blieb stehen, zeigte den verbotenen Hitlergruß und tätigte eine verfassungswidrige Äußerung.
Widerstand gegen Polizisten
Die Beamten griffen ein und hielten ihn am Arm fest, um ihn zum nahegelegenen Bundespolizeirevier zu bringen. Doch der Mann stemmte sich mit voller Kraft dagegen, sodass er schließlich zu Boden gebracht und gefesselt werden musste.
Auf der Dienststelle konnte seine Identität ermittelt werden. Ein Atemalkoholtest ergab 1,12 Promille. Auf den Deutschen warten nun gleich mehrere Strafanzeigen – unter anderem wegen Erschleichens von Leistungen, Beleidigung, Bedrohung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.





