FDP schickt Göhricke ins Rennen und stellt sich hinter Czekalla

Foto: Luftballon mit FDP Logo © Bild von Kevin Schneider/Pixabay


Die FDP im Saalekreis schickt Markus Göhricke als Direktkandidaten in den Landtagswahlkampf und unterstützt zugleich Sven Czekalla (CDU) bei der Landratswahl.


Merseburg, 16.04.2026 – Die Freien Demokraten im Saalekreis gehen mit einer personellen Doppelentscheidung in das Wahljahr: Für die Landtagswahl tritt Markus Göhricke als Direktkandidat im Wahlkreis 33 Merseburg an. Zugleich stellt sich der Kreisverband hinter Sven Czekalla (CDU), der sich um das Amt des Landrats bewirbt. Beide Personalien sollen nach dem Willen der Liberalen eines gemeinsam haben: einen stärkeren wirtschaftspolitischen Akzent für die Region.

Ein Merseburger will in den Landtag

Göhricke ist in Merseburg kein Unbekannter. Der Kandidat betont, dass er fest in der Region verwurzelt sei und die Anliegen der Menschen vor Ort kenne. Sein Antritt sei weniger aus einer parteipolitischen Taktik heraus zu verstehen, sondern aus dem Wunsch, Verantwortung zu übernehmen, statt aus der Distanz zu kritisieren. Merseburg, so seine Überzeugung, brauche im Magdeburger Landtag eine Stimme, die zuhört und anschließend auch handelt.

Inhaltlich setzt Göhricke klassisch liberale Schwerpunkte. Er wirbt für niedrigere Steuern, einen schlankeren Staat und eine Politik, die auf Technologieoffenheit setzt statt auf Verbote. Wer arbeite, müsse am Ende auch mehr davon haben, sagt er – Leistung müsse sich wieder lohnen. Zugleich mahnt er einen anderen Umgang zwischen Verwaltung und Bürgern an. Behörden sollten unterstützen, nicht kontrollieren. Viele Entscheidungen würden heute zu weit weg vom Alltag der Menschen getroffen.

Mit Blick auf den Wahlkreis benennt Göhricke drei Felder, auf denen er konkrete Verbesserungen erreichen will: die Sanierung und den Ausbau der Straßeninfrastruktur, die Stärkung von Schulen, Kitas, Vereinen und Spielplätzen sowie eine bessere Betreuung älterer Menschen. Darüber hinaus hält er eine verlässliche Absicherung bei Rente, Pflege und Krankheit für eine der zentralen landespolitischen Aufgaben.

Die Region, für die er antritt, sieht Göhricke gut aufgestellt – und gleichzeitig ausbaufähig. Merseburg und der Saalekreis böten eine Mischung aus Ruhe, Kultur und wirtschaftlicher Stärke. Als Beispiele nennt er die Merseburger Schlossfestspiele, die Entwicklung rund um den Geiseltalsee und den Chemiestandort Leuna. Das Potenzial der Region sei groß, müsse aber zukunftsfest gemacht werden.

Unterstützung über Parteigrenzen hinweg

Bei der Landratswahl geht die FDP, so wie schon die SPD, einen anderen Weg und unterstützt einen Bewerber aus einer anderen Partei. Der Kreisverband stellt sich hinter Sven Czekalla, der seit 2004 CDU-Mitglied ist. Für die Liberalen steht bei dieser Entscheidung die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises im Mittelpunkt.

Der Saalekreis zählt aus Sicht der FDP zu den wichtigsten Industrie- und Wirtschaftsstandorten Sachsen-Anhalts. Große Chemie- und Industrieunternehmen, ein breit aufgestellter Mittelstand und Projekte im Strukturwandel prägen die Region. Diese Stärke sichere Arbeitsplätze und schaffe Perspektiven für junge Menschen – müsse aber aktiv weiterentwickelt werden. Dazu gehörten eine leistungsfähige Infrastruktur, eine moderne, digital arbeitende Verwaltung sowie verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen und Investitionen.

Czekalla bringe für diese Aufgabe die nötigen Voraussetzungen mit, heißt es aus dem Kreisverband. Der 43-jährige Diplom-Volkswirt verfüge über Erfahrungen in Wirtschaft, Verwaltung und Kommunalpolitik und beschäftige sich seit Jahren mit Themen wie Infrastruktur, Digitalisierung und regionaler Wirtschaftsförderung.

Kreisvorsitzende Ramona Hoyer begründet die Unterstützung mit der wirtschaftlichen Grundlage des Landkreises. „Der Saalekreis lebt von starken Unternehmen, engagierten Arbeitnehmern und innovativen Ideen. Damit unsere Region auch künftig wirtschaftlich erfolgreich bleibt, brauchen wir eine Verwaltung, die Unternehmen unterstützt statt ausbremst.“ Czekalla bringe aus ihrer Sicht die Erfahrung und den Gestaltungswillen mit, um den Saalekreis als Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln.

Enrico Sempert

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