Foto: Oberbürgermeister Sebastian-Müller-Bahr (CDU) bei der Übergabe der Anlage mit den Kindern © Enrico Sempert
An der Johannes-Schule in Merseburg ist eine neue Balancieranlage offiziell übergeben worden. Das Projekt wurde über das Bürgerbudget ermöglicht und ist Teil des bereits neugestalteten Schulhofs.
Merseburg, 17.03.2026 – Auf dem Schulhof der Johannes-Schule in Merseburg ist am Montag, 16. März 2026, ein weiteres Stück der bereits neugestalteten Außenanlagen offiziell übergeben worden: eine neue Balancieranlage. Für die Kinder dürfte sie schnell mit zu einem der beliebtesten Spielgeräte auf dem Gelände werden. Für die Schule steht sie zugleich beispielhaft dafür, wie aus Ideen, Engagement und Förderung am Ende etwas ganz Greifbares werden kann.
Finanziert wurde das Projekt über das Bürgerbudget der Stadt. Beim „Tag der Entscheidung“ am 29. Oktober 2025 hatte die Balancieranlage mit 192 Stimmtalern den siebenten Platz belegt. 6.650 Euro flossen anschließend in die Umsetzung.

Kinderwünsche flossen in die Planung ein
Vor Ort wurde deutlich, dass hinter der Anlage mehr steckt als nur ein neues Spielgerät. Denn der inzwischen fertig umgestaltete Schulhof war von Anfang an so gedacht, dass er sich an den Bedürfnissen der Kinder orientiert. Im Vorfeld durften die Kinder aufmalen, was sie sich für ihr Außengelände wünschen. Auf dieser Grundlage entwickelte ein Architekturbüro ein Gesamtkonzept für den Schulhof, erläuterte Schulleiterin Peggy Grünke.

Dass die Balancieranlage am Ende vergleichsweise teuer war, erklärte sich nach ihren Worten nicht allein durch das Gerät selbst. Auch bauliche Arbeiten sowie Anforderungen des TÜV an Sicherheit und Zulassung spielten eine Rolle, erklärte Schulleiterin Peggy Grünke auf Nachfrage von Merseblatt. Insgesamt lag das Volumen für die Neugestaltung des Schulhofs demnach bei rund einer Million Euro.
Förderverein übernahm das Trampolin
Dabei war die Balancieranlage nicht die einzige Idee, die im Raum stand. Auch ein Trampolin gehörte zu den Wünschen für das Gelände. Dieses wurde schließlich vom Förderverein übernommen, während die Balancieranlage beim Bürgerbudget eingereicht wurde. So kamen am Ende mehrere Bausteine zusammen.
Heute bietet das Gelände deutlich mehr Möglichkeiten als zuvor: einen Bolzplatz, ein grünes Klassenzimmer sowie Bereiche zum Erholen, Spielen und Zurückziehen. Im Zuge der Arbeiten wurden unter anderem auch vorhandene Steine zerkleinert und als Untergrund weiterverwendet. Solche Details sind zwar nicht sichtbar, zeigen aber, wie umfassend die Umgestaltung angegangen wurde.
Derzeit lernen 165 Kinder an der Johannes-Schule die sich in Trägerschaft der Evangelischen Schulstiftung in Mitteldeutschland St. Johannes befindet. Im Sommer soll zudem vorrübergehend der Hort mit in das Schulgebäude ziehen, wie die Schulleiterin wissen ließ. Der bisherige Hort wird abgerissen. Geplant ist ein Neubau, in den rund acht Millionen Euro investiert werden. Dort sollen später sowohl Hort als auch Kita untergebracht werden.

Aus einer Idee wurde ein sichtbares Projekt
Mit der Übergabe der Balancieranlage ist damit nicht nur ein Bürgerbudget-Projekt sichtbar geworden. Auf dem Schulhof der Johannes-Schule zeigt sich nun ganz konkret, was entstehen kann, wenn Kinder ihre Ideen einbringen dürfen – und diese am Ende nicht in der Schublade verschwinden.



















