Die Stadt Dessau-Roßlau und die Stadtwerke Dessau treiben die Wärmewende mit einem abgestimmten Plan voran. Wie die Stadtwerke mitteilten, basiert die Strategie auf zwei Säulen: dem kommunalen Wärmeplan der Stadt, der bis Mai 2026 final beschlossen werden soll, und dem Fernwärme-Transformationsplan der Stadtwerke, der den Umbau des bestehenden Systems bis 2045 konkretisiert.
Der kommunale Wärmeplan definiert den strategischen Rahmen für eine langfristig bezahlbare und treibhausgasneutrale Wärmeversorgung.
Er zeigt auf, in welchen Stadtgebieten der Ausbau von Wärmenetzen sinnvoll ist und wo dezentrale Lösungen Vorteile bieten. Auf dieser Grundlage planen die Stadtwerke Investitionen von rund 135 Millionen Euro bis 2041, um die Fernwärme schrittweise auf erneuerbare Energien umzustellen.
Derzeit wird noch etwa 92 Prozent der Wärme im Heizkraftwerk ‚An der Fine‘ erzeugt, das bis 2045 auf Wasserstoff umgerüstet werden soll.
Konkrete Projekte umfassen den Bau von drei innovativen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, für die bereits Fördermittel gesichert wurden. Die erste Anlage am Zoberberg soll Ende 2027 in Betrieb gehen.
Zudem ist eine Großwärmepumpe an der Kläranlage geplant, für die Fördermittel in Höhe von rund 27,5 Millionen Euro beantragt wurden. Parallel wird das Fernwärmenetz weiterentwickelt, unter anderem mit einer geplanten neuen Trasse von 3,4 Kilometern Länge.
Ab Mai 2025 werden zudem schrittweise die Temperaturen im Fernwärmenetz gesenkt, um den Betrieb mit erneuerbaren Energien effizienter zu machen.
Foto: Wien Energie via dts Nachrichtenagentur


































































































