Das Hessische Kultusministerium in Wiesbaden will offenbar das bislang als „bundesweit einzigartig“ und „zukunftsweisend“ gepriesene Fach „Digitale Welt“ aus dem Stundenplan streichen. Das berichtet die „Frankfurter Rundschau“ (Freitagsausgabe).
Demnach sollen den Schulen vom nächsten Schuljahr an keine Lehrerstunden mehr für das Fach zugewiesen werden. Damit entfällt ein Angebot, das weitgefächert Medienkunde vermitteln soll.
Mitglieder mehrerer Schulleitungen bestätigten den Sachverhalt auf Anfrage der Zeitung. Auch das Kultusministerium räumte am Donnerstag auf Anfrage ein, dass es kein verpflichtendes Schulfach „Digitale Welt“ mehr geben soll. Es könne aber im Rahmen des Ganztags als freiwilliges Angebot weitergeführt werden.
„Ohne eine solche Zuweisung können wir das Fach nicht länger anbieten“, sagte dazu eine Schulleiterin. Das sei „ganz schlimm“.
Eingeführt wurde „Digitale Welt“ zum Schuljahr 2022/23 an zunächst zwölf Pilotschulen. Inzwischen beteiligen sich rund 80 Schulen daran. Eigentlich sollte es auf alle weiterführenden Schulen ausgedehnt werden. So ist es im Koalitionsvertrag von CDU und SPD vereinbart.
Foto: Klassenraum in einer Schule (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur


































































































